Archiv der Kategorie: DFV Hessen

Jugendfeier 2018

 

am 10. Mai um 11:00 Uhr (Einlass ab 10:30 Uhr)


SAALBAU Bornheim

Arnsburger Str. 24
60385 Frankfurt am Main

mit Yvonne Vogel, Erich Schaffner und Georg Klemp

Interview mit Sebastian Bahlo und Klaus Hartmann

Festrede: Alfred Arndt

 

Angst und Zweifel

Zweifel nicht

an dem

der dir sagt

er hat Angst

aber hab Angst

vor dem

der dir sagt

er kennt

keinen Zweifel

Erich Fried

Ostermärsche 2018 in Frankfurt und Umgebung

Angesichts der jüngsten Verschärfung der transatlantischen Kriegsvorbereitungen gegen Russland mit der ungerechtfertigten Ausweisung von russischen Diplomaten auch aus Deutschland unter einem mutmaßlich fingierten Vorwand ist es nötiger denn je, öffentlich gegen die Friedensverräter Merkel, Maas und Konsorten die Stimme zu erheben. Die kommenden Ostermärsche bieten dazu die nächste und passendste Gelegenheit.

Der DFV Hessen ruft dazu auf, beim Frankfurter Ostermarsch 2018 am Ostermontag mit unseren beiden großen Transparenten zu marschieren mit der jeweils identischen Aufschrift:

“Frieden mit Russland, statt weiter in den Dritten Weltkrieg!
“Deutschland: Raus aus der NATO!
“NATO: Raus aus Deutschland!”

Wir treffen uns in der Gießener Straße gegenüber dem US-Generalkonsulat, wo sich um 11 Uhr ein Arm des Sternmarsches in Bewegung setzt.

In Hessen finden außerdem Ostermärsche an folgenden Terminen statt:

Ostermarsch in Bruchköbel

Freitag, 30. März 2018, 14.00 Uhr

Kundgebung: um 14 Uhr, Freier Platz, anschl. Marsch durch Bruchköbel zur Dicken Eiche, dort Friedensfest um 15.30 Uhr, Redner*innen: Sevim Dagdelen (MdB Die Linke), Hilke Sauthof-Schäfer (Fachreferentin Gesundheitswesen bei Ver.di Frankfurt), Ingabritt Bossert (Vorsitzende des GEW-Kreisverbandes Hanau), Musik: Musikgruppe der DIDF Hanau,

Ostermarsch in Wiesbaden

Samstag, 31. März 2018, 10.30 Uhr

Auftaktkundgebung: 10.30 Uhr, HBF Wiesbaden, Redner*innen: Marion Küpker (Internationale Koordinatorin gegen Atomwaffen der DFG-VK) zum Thema: Atomwaffen; Hartmut Bohrer und Ingo von Seemen (Stadtverordnete der Rathausfraktion Linke&Piraten Wiesbaden) zum Thema: Militarisierung Wiesbadens, Musik: Sonja Gottlieb, anschl. Demonstration durch die Innenstadt zur Abschlusskundgebung: 12.30 Uhr, Mauritiusplatz, Redner*innen: Thomas Gruber (IMI) zum Thema: Cyber-Kriegführung, Rudi Friedrich (Connection & DFG-VK Offenbach),

Ostermarsch-Fahrradtour
von Marburg nach Stadtallendorf

Samstag, 31. März 2018, 11.00 Uhr

Treffpunkt: 11 Uhr, Elisabeth-Blochmann-Platz; Zwischenhalte in Cölbe Bahnhof, 11.45-12 Uhr und Kirchhain Rathaus/Marktplatz, 12.45-13 Uhr, Gedenkstätte Münchmühle, 13.30 Uhr, Stadtallendorf: 13.45 Uhr, Gemeinsam zu Fuß zur Herrenwaldkaserne, Standort “Stab Division Schnelle Kräfte“ (1,5 km), Alternativ mit dem Zug nach Stadtallendorf Bhf., Abfahrt Marburg Hbf.: 13:20 Uhr/Ankunft Stadtallendorf: 13:37 Uhr, Rückfahrt per Zug nach Marburg, Abfahrt Stadtallendorf’ 15:19 Uhr oder 16:19 Uhr, oder alternativ per Rad

Ostermarsch in Erbach im Odenwald

Samstag, 31. März 2018 – 11:00 Uhr

Auftakt: 11 Uhr, Schlossplatz in Erbach anschl. Demo nach Michelstadt, zur Abschlusskundgebung: 12.30 Uhr, Lindenplatz mit Friedensfest, VA: Ostermarsch Odenwald

Ostermarsch in Limburg/Lahn

Samstag, 31. März 2018, 11.00 Uhr

Auftakt: 11 Uhr, Bahnhof, VA: Bündnis Courage, Friedenswerkstatt Limburg

Ostermarsch in Fulda

Samstag, 31. März 2018 – 11:00 Uhr

Start: 11 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Rednerin: Wiltrud Roesch-Metzler (Pax Christi),

Ostermarschmahnwache in Gießen

Samstag, 31. März 2018 -10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Gießener Innenstadt, Seltersweg,

Ostermarsch in Kassel

Montag, 2. April 2018 – 10:30Uhr

Auftakt(e): Route 1: 10.30 Uhr, Bebelplatz (Stopp/Gedenken am Mahnmal für die Opfer des Faschismus, 11.30 Uhr); Route 2: 10.30 Uhr, Halitplatz (Ecke Holl.-/ Mombachstr.), mit Stopp bei Krauss-Maffei Wegmann, dann weiter zur Abschlusskundgebung: 12 Uhr, vor dem Rathaus, Redner*innen: Horst Schmitthenner (IG Metall), Violetta Bock (Stadtverordnete, Die Linke), N.N. (Schülerin), Musikgruppe: Palaver Rhababa, [Flyer siehe hier], VA: Kasseler Friedensforum

Ostermarsch in Darmstadt

Montag, 2. April 2018 – 10.30 Uhr

Fahrrad-Demo zur Abschlusskundgebung des Ostermarsches Frankfurt “Frieden schaffen – abrüsten statt aufrüsten – für eine neue Entspannungspolitik”,

Abfahrt: 10.30 Uhr, Luisenplatz, über verschiedene Zwischenhalte zum Römerberg (Hinfahrt über B3: Arheilgen, Wixhausen, Egelsbach, Langen, Dreieich, Neu-Isenburg, Rückfahrt mit S-Bahn oder in Gruppen) [Flyer siehe hier], VA: Darmstädter Friedensforum, Darmstädter Friedensbündnis

Ostermarsch in Offenbach am Main

Montag 2. April 2018 11.00 Uhr

Stadthof, Aliceplatz (Rathaus), anschl. gemeinsamer Weg zum Frankfurter Römer, dort Abschlusskungebung um 13 Uhr,

Ostermarsch in Hanau

Montag, 2. April 2018 10.20 Uhr

10.20 Uhr, Hanau Hauptbahnhof (Gleis 2); 10.31 Uhr, Abfahrt mit S9 ab Hanau Hauptbahnhof nach Offenbach; 11.30 Uhr Abmarsch von Kundgebung Offenbach, Stadthof (Rathaus); 13 Uhr, Abschlusskundgebung Römerberg in Frankfurt, VA: Hanauer Friedensplattform

Ostermarsch in Frankfurt am Main

Montag, 2. April 2018 – 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Auftakt(e): 10.30 Uhr, Ffm-Rödelheim, Bahnhof; 12 Uhr, Ffm-Bockenheimer Depot; 11 Uhr, Ffm-Bornheim, Gießener Str./Marbachweg (US-Generalkonsulat); 11.30 Uhr, Ffm-Niederrad, Bruchfeldplatz; Offenbach: 11 Uhr, Auftaktveranstaltung Stadthof (Rathaus); Darmstadt: Fahrraddemo nach Ffm, 10.30 Uhr, Luisenplatz: anschl. Sternmarsch in die Innenstadt, zur Abschlußkundgebung: 13 Uhr, Römerberg, Redner*innen: Philipp Jacks (DGB-Regionalversitzender), Ludo Brabander (Vrede, Belgien), Ramazan Mengi (DIDF-Jugend), Ofelia Garcia (Guantanamo, Kuba), [Flyer siehe hier], VA: Ostermarschkomittee Hessen, Friedens- und Zukunftswerkstatt

Osterspaziergang in Marburg

Montag, 2. April 2018 – 11.00 Uhr

Start/Treffpunkt: 11 Uhr, Deserteurdenkmal, Frankfurter Str., Redner*innen: Jan Schalauske (MdL Die Linke), Lukas Wunsch (DIDF-­?Jugend Marburg), anschl. Gang zur Kundgebung: 12.30 Uhr, “Kriegsdenkmal“, Schülerpark, Redner*innen: Claudia Haydt (Friedensaktivistin und Mitbegründerin der Informationsstelle Militarisierung -IMI-), Pfarrerin Katja Simon (Universitätskirchengemeinde Marburg), PD Dr. Maximiliane Jäger-­?Gogoll (u.a. Mitglied im Beirat Kunstwettbewerb Gedenkinstallation für die Opfer der “Marburger Jäger“ im Schülerpark), Mod.: Ralf Schrader, Abschlussveranstaltung mit Mittagessen: Evang. Jugendhaus Compass, Deutschhausstr.

SYRIEN Reisebericht am Freitag, 2. Februar in Darmstadt

Vortrag mit Präsentation und Diskussion

Freitag, 2. Februar 2018, 19.00 Uhr
Bessunger Knabenschule, Teestube, Ludwigshöhstraße 42
64285 Darmstadt

Eva und Markus Heizmann von der Gruppe „Hände weg von Syrien“ Basel berichten von ihren vielen Gesprächen mit Menschen aus allen gesellschaftlichen und religiösen Schichten, von ihren  Begegnungen, ihrer Einschätzung der Lage und den Perspektiven.

veranstaltet von

Arbeiterfotografie e.V,
Deutscher Freidenker-Verband e.V,
Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien,
Vereinigung für Internationale Solidarität VIS e.V

Jahresabschlussfeier der Freidenker Hessen

In diesem Jahr wird unsere Jahresabschlussfeier wieder in den Räumen des Serbischen Kulturzentrums stattfinden.
Wie alljährlich wollen wir mit einem kleinen Kulturprogramm die Gäste unterhalten, wobei die Teilnehmer des Abends gern eigene Beiträge einbringen können.
Wir freuen uns auf ein volles Haus und eine gelungene Jahresabschlussfeier. Wer sich mit einem Beitrag zum Kulturprogramm beteiligen möchte, melde sich bitte bei einem der Vorstandsmitglieder, damit wir ihn in unser Programm aufnehmen können. Wir bitten darum, die Beiträge entsprechend kurz zu halten, da Andere sich auch noch einbringen möchten.
Es gibt wie immer ein kaltes Buffet zu einem Preis von 10 €
Anmeldungen bitte an:

Norbert Müller, Lichtenplattenweg 21
63071 Offenbach
nor.mueller@onlinehome.de

Weltfriedenstag 2017 – Schluss mit der Aggression gegen Syrien!

NATO, “Islamischer Staat”, Zionisten, Golfmonarchen: Sie alle stehen seit sechs Jahren in einer Front gegen die Syrische Arabische Republik.

Unter dem Vorwand, eine “demokratische Opposition” in einem “Bürgerkrieg” zu unterstützen, haben sie das Land mit Terroristen infiltriert, Zivilisten ermordet, vertrieben, oder mit Sanktionen ausgehungert, die Infrastruktur “versehentlich” bombardiert, direkte Luftangriffe gegen die syrischen Streitkräfte zur Unterstützung des IS-Vormarsches verübt, sie haben Hunderttausende von Todesopfern, Verletzten und Heimatlosen zu verantworten. Sie riskieren jederzeit einen Krieg mit Russland und damit den Dritten Weltkrieg.

Doch Syrien hält stand!
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Klaus Hartmann: Grußwort an die Patriotische Union Chile

Klaus Hartmann ist einer der führenden Denker der deutschen Linken. Er ist Präsident des Deutschen Freidenkerverbandes (DFV), einer Organisation, die seit den Tagen von Karl Marx und Friedrich Engels eine Tradition im ideologischen Kampfe aus der Sicht der Linken fortführt. In diesem Video grüßt Hartmann die Union Patriotica und Genossen Eduardo Artés Brichetti, der zum Präsidenten der Republik Chile kandidiert. Die UPA sieht darin eine Bestätigung ihres Weges, der die Anerkennung von wichtigen Persönlichkeiten der wahren Linken aus anderen Teilen der Welt findet.

Der Orginalbeitrag ist auf der chilenischen Seite der UPA zu finden:

Saludo del presidente del Freidenker Verband Alemania al UPA y a Eduardo Artés

Tag des Sieges 09. Mai 2017

Am 9. Mai 2017 wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof an den Gedenksteinen für die gefallenen Rotarmisten, ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter und andere Antifaschisten des 9. Mai 1945, des Tages des Sieges gedacht.
Organisiert vom Verein Russischen Kultur-, Sozial- und Bildungszentrum „ISTOK e.V.” und der Beteiligung der Generalkonsulate der Russischen Föderation und Mitgliedern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fand eine Gedenkfeier mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.
Die Gedenkkundgebung wurde gestaltet von:

willAlexander Bulay, Generalkonsul der Russischen Föderationisor
Larissa Yurtschenko, Vorsitzende des ISTOK e.V.ernstErnesto Schwarz, Liedermacher

Ansprache von Klaus Hartmann
Zum Tag des Sieges 2017

Geehrte Vertreter der Konsularischen Vertretungen, Vertreter der Geistlichkeit, liebe russischen Freundinnen und Freunde, liebe deutschen Kriegsgegner und Antifaschisten!

Der 9. Mai ist ein Tag der Trauer um 27 Millionen ermordete Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Es ist ein Tag des ehrenden Gedenkens an über 11 Millionen Rotarmisten, die für diesen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ihr Leben hingaben.klaus
Es ist aber auch ein Tag des Abscheus und des Zornes über die abscheulichen Verbrechen, die im Namen Deutschlands an den Völkern der SU und ganz Europas verübt wurden.
Der 9. Mai ist ein Tag der Mahnung: Nie wieder ein Feldzug gen Osten, den NATO-Aufmarsch stoppen! Es ist ein Tag des Appels: für Völkerverständigung und Frieden, für Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland.
Zunächst aber ist der 9.Mai für uns ein Tag des Erinnerns. Wie und warum kam es zu dem verbrecherischen Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion? Aus den gleichen Gründen, aus denen Kriege bis heute geführt werden, bis in die Ukraine, nach Syrien oder dem Jemen: Aus wirtschaftlichen Interessen!
Die faschistische Losung vom „Lebensraum im Osten“ als Kriegsziel war ernst gemeint. Nach Hitlers Worten: „Der Kampf um die Hegemonie in der Welt wird für Europa durch den Besitz des russischen Raumes entschieden“. Nach seiner Vorstellung kam es darauf an, „aus den besetzten russischen Gebieten herauszuholen, was sich herausholen lässt.“
Dies begründete er imperialistisch und rassistisch: „Der russische Raum ist unser Indien, und wie die Engländer es mit einer Handvoll Menschen beherrschen, so werden wir diesen unseren Kolonialraum regieren. Es wäre verfehlt, den Eingeborenen erziehen zu wollen.“ „Die slawischen Völker sind zu einem eigenen Leben nicht bestimmt.“ „Der Slawe ist eine geborene Sklaven-Masse, die nach dem Herrn schreit; es fragt sich nur, wer der Herr ist.“
Hitler war der Ansicht, dass „diese Völker uns gegenüber in erster Linie die Aufgabe haben, uns wirtschaftlich zu dienen“. Und er lieferte eine klassische Beschreibung von Siedlerkolonialismus:
„Germanisierung durch Hereinnahme der Deutschen vorzunehmen und die Ureinwohner als
Indianer zu betrachten.“
Die vermeintlich unfähigen slawischen Völker haben diese bösen Träume beendet, und unter größten Opfern einen glänzenden Sieg gegen die eingebildeten „Herrenmenschen“ errungen.
Und trotzdem muss man an diesem Tag des Sieges die Frage stellen: Angesichts der permanenten
antirussischen und Anti-Putin Kampagnen der Massenmedien, der Darstellung Russlands als das neue zentrale Feindbild, dem anschwellenden Säbelrasseln, und sogar heute Morgen dem antirussischen Tonfall in der Berichterstattung von der Siegesparade in Moskau: Ist es nicht auch tief verwurzelter antislawischer Rassismus, der hier die Stichworte gibt, und auf den die Propagandisten abzielen?
Aber es sind nicht nur die vergifteten Worte, die beunruhigen, es fehlt auch nicht an den entsprechenden Taten. Der aktuellen Truppenverlegung der NATO-Staaten liegen konkrete Kriegsszenarien zugrunde, und sie werden begründet mit „Stärke zeigen“, „Abschreckung gegenüber Russland“ etc. Dieser Aufmarsch wurde vom NATO-Gipfel im Juni 2016 in Warschau beschlossen, die Bundesregierung hat den Beschluss explizit mitgetragen.
Die Obama-Administration hatte zu diesem Zweck das Budget für die Truppenpräsenz in Europa im
Rahmen der 2014 gestarteten „European Reassurance Initiative (ERI)“ auf insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar vervierfacht.
Die Bundesregierung hat inzwischen dauerhaft 500 Bundeswehr-Soldaten in Litauen stationiert, mit 26 Panzern und 170 Militärfahrzeugen, Ministerin von der Leyen nennt das „genau angemessen“ und „defensiv“. Das Europäische US-Oberkommando in Stuttgart brüstet sich mit dem Kriegswaffen-Transport an Russlands Grenzen: „Es wird das modernste Gerät sein, was die Armee anzubieten hat“: Im Januar 2017 fand das NATO-Manöver „Bison Drawsko“ mit US- und polnischen Truppen statt, und eine niederländische Brigade wurde über Bremerhaven nach Polen bewegt.
Anfang Februar folgte die permanente Stationierung der 1800 Soldaten starken 10. Heeresfliegerkampfbrigade (l0th Combat Aviation Brigade) aus dem US-Bundesstaat New York – eine Kampfhubschrauberbrigade mit 10 Chinook- und 50 Blackhawk-Hubschraubern. Stationiert werden sie in Lettland, Rumänien und Polen, das militärische Hauptquartier ist im mittelfränkische Illesheim. Das militärische Gerät der 4000 Soldaten starken 3. Kampfbrigade der 4. Infanteriedivision der US-Armee wurde via Bremerhaven nach Polen und in andere osteuropäische Staaten verlegt: 446 gepanzerte Kettenfahrzeuge, 907 Radfahrzeuge mit 650 Anhängern, 87 Kampfpanzer, 144 Schützenpanzer und 18 Panzerhaubitzen.
Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Das sind ca. 900 Eisenbahn-Waggons mit Kriegsmaterial,
„umgerechnet“ ein Zug mit ca. 10 bis 14 km Länge. Dazu kommen noch kilometerlange Transporte auf deutschen Straßen. Die Logistik der Kriegswaffen-Transporte besorgt die Bundeswehr, die Logistikschule des Heeres in Garlstedt. Sie bezeichnet sich stolz als „Servicepartner“ der US-Armee : „Deutschland hat als Drehscheibe eine besondere Bedeutung, diese wollen wir wahrnehmen.“
Dieses Unternehmen „Atlantic Resolve“ ist aber keine Übung oder Manöver, hier geht es um die permanente Stationierung von US-Kriegsgerät in Osteuropa, auch wenn die Kampfbrigade nach 9 Monaten durch eine gleichstarke neue ausgewechselt wird. Das geschieht, weil die NATO-Russland-Akte von 1997 explizit ausschließt, dass in Osteuropa „substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert“ werden. Also wird die Vorschrift auf dem Papier erfüllt, doch ist diese Rotation alle 9 Monate eine durchsichtige Trickserei.
„Das Ergebnis ist das größte NATO-Aufrüstungsprogramm seit dem kalten Krieg“, kommentierte ntv (14.12.2016). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich besorgt über die US- Panzer, die durch sein Land zu ihren neuen Stationierungsorten im Westen Polens gebracht wurden.
Am 9. Mai erheben wir die Forderung: Diese Aufrüstung muss gestoppt, der Aufmarsch beendet, Truppen und Mordgerät zurückkommandiert werden. Die Proteste gegen Militärtransporte und die logistische Unterstützung durch die Bundeswehr müssen weitergehen, zur Zeit auch mit den Blockadewochen der Friedensbewegung gegen die modernisierten Atomwaffen im US-Fliegerhorst Büchel in der Eifel, im September gegen die Drehscheibe des US-Drohnenkrieges und sämtlicher völkerrechtswidriger Kriege, der US-Air Base Ramstein bei Kaiserslautern.
Am 9. Mai bekräftigen wir – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg heißt für uns nicht zuletzt: Wir treten ein für Frieden, Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland!