Archiv der Kategorie: DFV Frankfurt am Main

Der Freidenker Stammtisch in Frankfurt findet in der Regel immer am ersten MIttwoch im Monat statt. Der nächste Stammtisch findet am 7. Juni statt.
Euer Ansprechpartner ist Sebastian Bahlo, erreichbar über E-Mail dfv-frankfurt@freidenker.org oder s.bahlo@freidenker.de

Jahresabschlussfeier der Freidenker Hessen

In diesem Jahr wird unsere Jahresabschlussfeier wieder in den Räumen des Serbischen Kulturzentrums stattfinden.
Wie alljährlich wollen wir mit einem kleinen Kulturprogramm die Gäste unterhalten, wobei die Teilnehmer des Abends gern eigene Beiträge einbringen können.
Wir freuen uns auf ein volles Haus und eine gelungene Jahresabschlussfeier. Wer sich mit einem Beitrag zum Kulturprogramm beteiligen möchte, melde sich bitte bei einem der Vorstandsmitglieder, damit wir ihn in unser Programm aufnehmen können. Wir bitten darum, die Beiträge entsprechend kurz zu halten, da Andere sich auch noch einbringen möchten.
Es gibt wie immer ein kaltes Buffet zu einem Preis von 10 €
Anmeldungen bitte an:

Norbert Müller, Lichtenplattenweg 21
63071 Offenbach
nor.mueller@onlinehome.de

Weltfriedenstag 2017 – Schluss mit der Aggression gegen Syrien!

NATO, „Islamischer Staat“, Zionisten, Golfmonarchen: Sie alle stehen seit sechs Jahren in einer Front gegen die Syrische Arabische Republik.

Unter dem Vorwand, eine „demokratische Opposition“ in einem „Bürgerkrieg“ zu unterstützen, haben sie das Land mit Terroristen infiltriert, Zivilisten ermordet, vertrieben, oder mit Sanktionen ausgehungert, die Infrastruktur „versehentlich“ bombardiert, direkte Luftangriffe gegen die syrischen Streitkräfte zur Unterstützung des IS-Vormarsches verübt, sie haben Hunderttausende von Todesopfern, Verletzten und Heimatlosen zu verantworten. Sie riskieren jederzeit einen Krieg mit Russland und damit den Dritten Weltkrieg.

Doch Syrien hält stand!
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Raúl Castro Lesung am 1. Juni in FFM

Lesung: „Raúl Castro: Revolutionär und Staatsmann“

mit Volker Hermsdorf

Kuba ist ein Land im ständigen Wandel. Kurz nach dem Sieg der Rebellenarmee im Januar 1959 prophezeiten die USA und andere westliche Länder bereits den baldigen Untergang des Systems. Doch allen Voraussagen zum Trotz behauptete sich das alternative Modell der sozialistischen Karibikinsel und wurde zum Vorbild für viele Länder des globalen Südens. Weder das Verschwinden der Sowjetunion und der sozialistischen Länder Osteuropas, noch die folgende »Sonderperiode« oder der Tod des Revolutionsführers und langjährigen Staatspräsidenten Fidel Castro im vergangenen November führten zum Zusammenbruch. Stattdessen erntet Kuba für seine humanitären Missionen internationale Anerkennung und ist heute ein wichtiger Akteur in der Weltpolitik. Eine Schlüsselrolle für diese Entwicklung kommt Raúl Castro zu, der am 3. Juni 86 Jahre alt wird.
Sein deutscher Biograf Volker Hermsdorf beleuchtet Raúl Castros historische Rolle und die Herausforderungen, denen sich der kubanische Präsident angesichts der neoliberalen Gegenoffensive in Lateinamerika und des Generationenwechsels im eigenen Land derzeit stellen muss.
Neben seiner Raúl-Castro-Biografie stellt der Autor ein neues Buch mit 16 Erfahrungsberichten überwiegend junger AutorInnen über »Kuba im Wandel« vor.
Leseprobe aus „Raúl Castro: Revolutionär und Staatsmann“ 
Veranstalter: Club Voltaire und Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

Donnerstag, 01.06.2017 um 20 Uhr,
in der Kneipe des Club Voltaire Frankfurt/M

Der Eintritt ist frei

Linker Stammtisch Frankfurt am Sonntag 21. Mai

Der nächste Linke Stammtisch findet am Sonntag den 21.Mai 2017 um 19:00 Uhr in der Gaststätte Mainlust statt.
Thema:  „Dokumentarfilm: Europa – Ein Kontinent als Beute“; in Anwesenheit des Regisseurs Christoph Schuch.
Der
Eintritt ist frei. 
Die Gaststätte „Mainlust“ befindet sich in der Martinskirchstraße. 53 / Ecke Hegarstraße in Frankfurt-Schwanheim.
Erreichbarkeit per ÖPNV:
* Straßenbahn Linie 12 bis Rheinlandstraße, dann 10 Minuten Richtung Main (Nord) laufen
* Bus 51 von Niederrad bis Haltestelle Martinskirchstraße.

Tag des Sieges 09. Mai 2017

Am 9. Mai 2017 wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof an den Gedenksteinen für die gefallenen Rotarmisten, ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter und andere Antifaschisten des 9. Mai 1945, des Tages des Sieges gedacht.
Organisiert vom Verein Russischen Kultur-, Sozial- und Bildungszentrum „ISTOK e.V.” und der Beteiligung der Generalkonsulate der Russischen Föderation und Mitgliedern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fand eine Gedenkfeier mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.
Die Gedenkkundgebung wurde gestaltet von:

willAlexander Bulay, Generalkonsul der Russischen Föderationisor
Larissa Yurtschenko, Vorsitzende des ISTOK e.V.ernstErnesto Schwarz, Liedermacher

Ansprache von Klaus Hartmann
Zum Tag des Sieges 2017

Geehrte Vertreter der Konsularischen Vertretungen, Vertreter der Geistlichkeit, liebe russischen Freundinnen und Freunde, liebe deutschen Kriegsgegner und Antifaschisten!

Der 9. Mai ist ein Tag der Trauer um 27 Millionen ermordete Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Es ist ein Tag des ehrenden Gedenkens an über 11 Millionen Rotarmisten, die für diesen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ihr Leben hingaben.klaus
Es ist aber auch ein Tag des Abscheus und des Zornes über die abscheulichen Verbrechen, die im Namen Deutschlands an den Völkern der SU und ganz Europas verübt wurden.
Der 9. Mai ist ein Tag der Mahnung: Nie wieder ein Feldzug gen Osten, den NATO-Aufmarsch stoppen! Es ist ein Tag des Appels: für Völkerverständigung und Frieden, für Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland.
Zunächst aber ist der 9.Mai für uns ein Tag des Erinnerns. Wie und warum kam es zu dem verbrecherischen Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion? Aus den gleichen Gründen, aus denen Kriege bis heute geführt werden, bis in die Ukraine, nach Syrien oder dem Jemen: Aus wirtschaftlichen Interessen!
Die faschistische Losung vom „Lebensraum im Osten“ als Kriegsziel war ernst gemeint. Nach Hitlers Worten: „Der Kampf um die Hegemonie in der Welt wird für Europa durch den Besitz des russischen Raumes entschieden“. Nach seiner Vorstellung kam es darauf an, „aus den besetzten russischen Gebieten herauszuholen, was sich herausholen lässt.“
Dies begründete er imperialistisch und rassistisch: „Der russische Raum ist unser Indien, und wie die Engländer es mit einer Handvoll Menschen beherrschen, so werden wir diesen unseren Kolonialraum regieren. Es wäre verfehlt, den Eingeborenen erziehen zu wollen.“ „Die slawischen Völker sind zu einem eigenen Leben nicht bestimmt.“ „Der Slawe ist eine geborene Sklaven-Masse, die nach dem Herrn schreit; es fragt sich nur, wer der Herr ist.“
Hitler war der Ansicht, dass „diese Völker uns gegenüber in erster Linie die Aufgabe haben, uns wirtschaftlich zu dienen“. Und er lieferte eine klassische Beschreibung von Siedlerkolonialismus:
„Germanisierung durch Hereinnahme der Deutschen vorzunehmen und die Ureinwohner als
Indianer zu betrachten.“
Die vermeintlich unfähigen slawischen Völker haben diese bösen Träume beendet, und unter größten Opfern einen glänzenden Sieg gegen die eingebildeten „Herrenmenschen“ errungen.
Und trotzdem muss man an diesem Tag des Sieges die Frage stellen: Angesichts der permanenten
antirussischen und Anti-Putin Kampagnen der Massenmedien, der Darstellung Russlands als das neue zentrale Feindbild, dem anschwellenden Säbelrasseln, und sogar heute Morgen dem antirussischen Tonfall in der Berichterstattung von der Siegesparade in Moskau: Ist es nicht auch tief verwurzelter antislawischer Rassismus, der hier die Stichworte gibt, und auf den die Propagandisten abzielen?
Aber es sind nicht nur die vergifteten Worte, die beunruhigen, es fehlt auch nicht an den entsprechenden Taten. Der aktuellen Truppenverlegung der NATO-Staaten liegen konkrete Kriegsszenarien zugrunde, und sie werden begründet mit „Stärke zeigen“, „Abschreckung gegenüber Russland“ etc. Dieser Aufmarsch wurde vom NATO-Gipfel im Juni 2016 in Warschau beschlossen, die Bundesregierung hat den Beschluss explizit mitgetragen.
Die Obama-Administration hatte zu diesem Zweck das Budget für die Truppenpräsenz in Europa im
Rahmen der 2014 gestarteten „European Reassurance Initiative (ERI)“ auf insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar vervierfacht.
Die Bundesregierung hat inzwischen dauerhaft 500 Bundeswehr-Soldaten in Litauen stationiert, mit 26 Panzern und 170 Militärfahrzeugen, Ministerin von der Leyen nennt das „genau angemessen“ und „defensiv“. Das Europäische US-Oberkommando in Stuttgart brüstet sich mit dem Kriegswaffen-Transport an Russlands Grenzen: „Es wird das modernste Gerät sein, was die Armee anzubieten hat“: Im Januar 2017 fand das NATO-Manöver „Bison Drawsko“ mit US- und polnischen Truppen statt, und eine niederländische Brigade wurde über Bremerhaven nach Polen bewegt.
Anfang Februar folgte die permanente Stationierung der 1800 Soldaten starken 10. Heeresfliegerkampfbrigade (l0th Combat Aviation Brigade) aus dem US-Bundesstaat New York – eine Kampfhubschrauberbrigade mit 10 Chinook- und 50 Blackhawk-Hubschraubern. Stationiert werden sie in Lettland, Rumänien und Polen, das militärische Hauptquartier ist im mittelfränkische Illesheim. Das militärische Gerät der 4000 Soldaten starken 3. Kampfbrigade der 4. Infanteriedivision der US-Armee wurde via Bremerhaven nach Polen und in andere osteuropäische Staaten verlegt: 446 gepanzerte Kettenfahrzeuge, 907 Radfahrzeuge mit 650 Anhängern, 87 Kampfpanzer, 144 Schützenpanzer und 18 Panzerhaubitzen.
Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Das sind ca. 900 Eisenbahn-Waggons mit Kriegsmaterial,
„umgerechnet“ ein Zug mit ca. 10 bis 14 km Länge. Dazu kommen noch kilometerlange Transporte auf deutschen Straßen. Die Logistik der Kriegswaffen-Transporte besorgt die Bundeswehr, die Logistikschule des Heeres in Garlstedt. Sie bezeichnet sich stolz als „Servicepartner“ der US-Armee : „Deutschland hat als Drehscheibe eine besondere Bedeutung, diese wollen wir wahrnehmen.“
Dieses Unternehmen „Atlantic Resolve“ ist aber keine Übung oder Manöver, hier geht es um die permanente Stationierung von US-Kriegsgerät in Osteuropa, auch wenn die Kampfbrigade nach 9 Monaten durch eine gleichstarke neue ausgewechselt wird. Das geschieht, weil die NATO-Russland-Akte von 1997 explizit ausschließt, dass in Osteuropa „substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert“ werden. Also wird die Vorschrift auf dem Papier erfüllt, doch ist diese Rotation alle 9 Monate eine durchsichtige Trickserei.
„Das Ergebnis ist das größte NATO-Aufrüstungsprogramm seit dem kalten Krieg“, kommentierte ntv (14.12.2016). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich besorgt über die US- Panzer, die durch sein Land zu ihren neuen Stationierungsorten im Westen Polens gebracht wurden.
Am 9. Mai erheben wir die Forderung: Diese Aufrüstung muss gestoppt, der Aufmarsch beendet, Truppen und Mordgerät zurückkommandiert werden. Die Proteste gegen Militärtransporte und die logistische Unterstützung durch die Bundeswehr müssen weitergehen, zur Zeit auch mit den Blockadewochen der Friedensbewegung gegen die modernisierten Atomwaffen im US-Fliegerhorst Büchel in der Eifel, im September gegen die Drehscheibe des US-Drohnenkrieges und sämtlicher völkerrechtswidriger Kriege, der US-Air Base Ramstein bei Kaiserslautern.
Am 9. Mai bekräftigen wir – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg heißt für uns nicht zuletzt: Wir treten ein für Frieden, Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland!

Sowjetdemokratie und Stalin – Video zur Veranstaltung

War es der „Stalinismus“, der den Sozialismus in der UdSSR deformierte und folglich später zu ihrem Untergang führte? Oder befand sich die Sowjetunion in der Stalin-Ära auf einem erfolgreichen den Kommunismus anstrebenden Entwicklungsweg, von dem Stalins Nachfolgern abwichen und so letztlich die Wiederherstellung kapita­listischer Verhältnisse vorbereiteten? In dieser für sozialistische Politik heute wichtigen Frage herrscht alles andere als Einigkeit. Gefragt sind mithin nicht ideologische Glaubensbekenntnisse sondern das Anerkennen geschichtlicher Tatsachen.
Heute sind die sowjetischen Archive zugänglich, wenn auch noch nicht vollständig und nur für bestimmte Forscher. Aber mittlerweile liegen Forschungsergebnisse vor, die das vom Kalten Krieg geprägte Bild der Stalin-Zeit als durchgängig unhaltbar erscheinen lassen, und zwar gerade meist auch bei Autoren, die dem Bolschewismus nicht unbedingt freundlich gesonnenen, bzw. ausgesprochen antikommunistisch sind.
Kürzlich erschien von Michael Kubi die Schrift „Die Sowjetdemokratie und Stalin – Theorie und Praxis in der Sowjetunion 1917 – 1953“. Darin hat der Autor eine eindrucksvolle Fülle alter und neuerer Literatur ausgewertet. Anhang vieler Beispielen und im ständigen Ver­gleich mit der parlamentarischen Variante der bürgerlichen Herrschaft zeigt er: “…der Sozialismus erforderte die aktive, schöpferische, gesellschaftliche Teilnahme der Werktätigen an der Produktion und der Organisation der Gesellschaft.“ Er kommt zu dem Schluss: „Diese Diktatur der Arbeiterklasse ist somit die demokratischte Form der Machtausübung, die es jemals in der Geschichte der Menschheit gab.“

Michael Kubi hat am 19.9.2015 in Köln und am 20.11.2015 in Bochum Vorträge zu seinem seinen Buch gehalten. Das Video zum Vortag in Bochum kann nachstehend angesehen werden. Das Buch kann hier bestellt werden bzw. hier als PDF herunter geladen werden.