Archiv der Kategorie: DFV Hessen

Ostermärsche 2018 in Frankfurt und Umgebung

Angesichts der jüngsten Verschärfung der transatlantischen Kriegsvorbereitungen gegen Russland mit der ungerechtfertigten Ausweisung von russischen Diplomaten auch aus Deutschland unter einem mutmaßlich fingierten Vorwand ist es nötiger denn je, öffentlich gegen die Friedensverräter Merkel, Maas und Konsorten die Stimme zu erheben. Die kommenden Ostermärsche bieten dazu die nächste und passendste Gelegenheit.

Der DFV Hessen ruft dazu auf, beim Frankfurter Ostermarsch 2018 am Ostermontag mit unseren beiden großen Transparenten zu marschieren mit der jeweils identischen Aufschrift:

“Frieden mit Russland, statt weiter in den Dritten Weltkrieg!
“Deutschland: Raus aus der NATO!
“NATO: Raus aus Deutschland!”

Wir treffen uns in der Gießener Straße gegenüber dem US-Generalkonsulat, wo sich um 11 Uhr ein Arm des Sternmarsches in Bewegung setzt.

In Hessen finden außerdem Ostermärsche an folgenden Terminen statt:

Ostermarsch in Bruchköbel

Freitag, 30. März 2018, 14.00 Uhr

Kundgebung: um 14 Uhr, Freier Platz, anschl. Marsch durch Bruchköbel zur Dicken Eiche, dort Friedensfest um 15.30 Uhr, Redner*innen: Sevim Dagdelen (MdB Die Linke), Hilke Sauthof-Schäfer (Fachreferentin Gesundheitswesen bei Ver.di Frankfurt), Ingabritt Bossert (Vorsitzende des GEW-Kreisverbandes Hanau), Musik: Musikgruppe der DIDF Hanau,

Ostermarsch in Wiesbaden

Samstag, 31. März 2018, 10.30 Uhr

Auftaktkundgebung: 10.30 Uhr, HBF Wiesbaden, Redner*innen: Marion Küpker (Internationale Koordinatorin gegen Atomwaffen der DFG-VK) zum Thema: Atomwaffen; Hartmut Bohrer und Ingo von Seemen (Stadtverordnete der Rathausfraktion Linke&Piraten Wiesbaden) zum Thema: Militarisierung Wiesbadens, Musik: Sonja Gottlieb, anschl. Demonstration durch die Innenstadt zur Abschlusskundgebung: 12.30 Uhr, Mauritiusplatz, Redner*innen: Thomas Gruber (IMI) zum Thema: Cyber-Kriegführung, Rudi Friedrich (Connection & DFG-VK Offenbach),

Ostermarsch-Fahrradtour
von Marburg nach Stadtallendorf

Samstag, 31. März 2018, 11.00 Uhr

Treffpunkt: 11 Uhr, Elisabeth-Blochmann-Platz; Zwischenhalte in Cölbe Bahnhof, 11.45-12 Uhr und Kirchhain Rathaus/Marktplatz, 12.45-13 Uhr, Gedenkstätte Münchmühle, 13.30 Uhr, Stadtallendorf: 13.45 Uhr, Gemeinsam zu Fuß zur Herrenwaldkaserne, Standort “Stab Division Schnelle Kräfte“ (1,5 km), Alternativ mit dem Zug nach Stadtallendorf Bhf., Abfahrt Marburg Hbf.: 13:20 Uhr/Ankunft Stadtallendorf: 13:37 Uhr, Rückfahrt per Zug nach Marburg, Abfahrt Stadtallendorf’ 15:19 Uhr oder 16:19 Uhr, oder alternativ per Rad

Ostermarsch in Erbach im Odenwald

Samstag, 31. März 2018 – 11:00 Uhr

Auftakt: 11 Uhr, Schlossplatz in Erbach anschl. Demo nach Michelstadt, zur Abschlusskundgebung: 12.30 Uhr, Lindenplatz mit Friedensfest, VA: Ostermarsch Odenwald

Ostermarsch in Limburg/Lahn

Samstag, 31. März 2018, 11.00 Uhr

Auftakt: 11 Uhr, Bahnhof, VA: Bündnis Courage, Friedenswerkstatt Limburg

Ostermarsch in Fulda

Samstag, 31. März 2018 – 11:00 Uhr

Start: 11 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Rednerin: Wiltrud Roesch-Metzler (Pax Christi),

Ostermarschmahnwache in Gießen

Samstag, 31. März 2018 -10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Gießener Innenstadt, Seltersweg,

Ostermarsch in Kassel

Montag, 2. April 2018 – 10:30Uhr

Auftakt(e): Route 1: 10.30 Uhr, Bebelplatz (Stopp/Gedenken am Mahnmal für die Opfer des Faschismus, 11.30 Uhr); Route 2: 10.30 Uhr, Halitplatz (Ecke Holl.-/ Mombachstr.), mit Stopp bei Krauss-Maffei Wegmann, dann weiter zur Abschlusskundgebung: 12 Uhr, vor dem Rathaus, Redner*innen: Horst Schmitthenner (IG Metall), Violetta Bock (Stadtverordnete, Die Linke), N.N. (Schülerin), Musikgruppe: Palaver Rhababa, [Flyer siehe hier], VA: Kasseler Friedensforum

Ostermarsch in Darmstadt

Montag, 2. April 2018 – 10.30 Uhr

Fahrrad-Demo zur Abschlusskundgebung des Ostermarsches Frankfurt “Frieden schaffen – abrüsten statt aufrüsten – für eine neue Entspannungspolitik”,

Abfahrt: 10.30 Uhr, Luisenplatz, über verschiedene Zwischenhalte zum Römerberg (Hinfahrt über B3: Arheilgen, Wixhausen, Egelsbach, Langen, Dreieich, Neu-Isenburg, Rückfahrt mit S-Bahn oder in Gruppen) [Flyer siehe hier], VA: Darmstädter Friedensforum, Darmstädter Friedensbündnis

Ostermarsch in Offenbach am Main

Montag 2. April 2018 11.00 Uhr

Stadthof, Aliceplatz (Rathaus), anschl. gemeinsamer Weg zum Frankfurter Römer, dort Abschlusskungebung um 13 Uhr,

Ostermarsch in Hanau

Montag, 2. April 2018 10.20 Uhr

10.20 Uhr, Hanau Hauptbahnhof (Gleis 2); 10.31 Uhr, Abfahrt mit S9 ab Hanau Hauptbahnhof nach Offenbach; 11.30 Uhr Abmarsch von Kundgebung Offenbach, Stadthof (Rathaus); 13 Uhr, Abschlusskundgebung Römerberg in Frankfurt, VA: Hanauer Friedensplattform

Ostermarsch in Frankfurt am Main

Montag, 2. April 2018 – 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Auftakt(e): 10.30 Uhr, Ffm-Rödelheim, Bahnhof; 12 Uhr, Ffm-Bockenheimer Depot; 11 Uhr, Ffm-Bornheim, Gießener Str./Marbachweg (US-Generalkonsulat); 11.30 Uhr, Ffm-Niederrad, Bruchfeldplatz; Offenbach: 11 Uhr, Auftaktveranstaltung Stadthof (Rathaus); Darmstadt: Fahrraddemo nach Ffm, 10.30 Uhr, Luisenplatz: anschl. Sternmarsch in die Innenstadt, zur Abschlußkundgebung: 13 Uhr, Römerberg, Redner*innen: Philipp Jacks (DGB-Regionalversitzender), Ludo Brabander (Vrede, Belgien), Ramazan Mengi (DIDF-Jugend), Ofelia Garcia (Guantanamo, Kuba), [Flyer siehe hier], VA: Ostermarschkomittee Hessen, Friedens- und Zukunftswerkstatt

Osterspaziergang in Marburg

Montag, 2. April 2018 – 11.00 Uhr

Start/Treffpunkt: 11 Uhr, Deserteurdenkmal, Frankfurter Str., Redner*innen: Jan Schalauske (MdL Die Linke), Lukas Wunsch (DIDF-­?Jugend Marburg), anschl. Gang zur Kundgebung: 12.30 Uhr, “Kriegsdenkmal“, Schülerpark, Redner*innen: Claudia Haydt (Friedensaktivistin und Mitbegründerin der Informationsstelle Militarisierung -IMI-), Pfarrerin Katja Simon (Universitätskirchengemeinde Marburg), PD Dr. Maximiliane Jäger-­?Gogoll (u.a. Mitglied im Beirat Kunstwettbewerb Gedenkinstallation für die Opfer der “Marburger Jäger“ im Schülerpark), Mod.: Ralf Schrader, Abschlussveranstaltung mit Mittagessen: Evang. Jugendhaus Compass, Deutschhausstr.

SYRIEN Reisebericht am Freitag, 2. Februar in Darmstadt

Vortrag mit Präsentation und Diskussion

Freitag, 2. Februar 2018, 19.00 Uhr
Bessunger Knabenschule, Teestube, Ludwigshöhstraße 42
64285 Darmstadt

Eva und Markus Heizmann von der Gruppe „Hände weg von Syrien“ Basel berichten von ihren vielen Gesprächen mit Menschen aus allen gesellschaftlichen und religiösen Schichten, von ihren  Begegnungen, ihrer Einschätzung der Lage und den Perspektiven.

veranstaltet von

Arbeiterfotografie e.V,
Deutscher Freidenker-Verband e.V,
Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien,
Vereinigung für Internationale Solidarität VIS e.V

Jahresabschlussfeier der Freidenker Hessen

In diesem Jahr wird unsere Jahresabschlussfeier wieder in den Räumen des Serbischen Kulturzentrums stattfinden.
Wie alljährlich wollen wir mit einem kleinen Kulturprogramm die Gäste unterhalten, wobei die Teilnehmer des Abends gern eigene Beiträge einbringen können.
Wir freuen uns auf ein volles Haus und eine gelungene Jahresabschlussfeier. Wer sich mit einem Beitrag zum Kulturprogramm beteiligen möchte, melde sich bitte bei einem der Vorstandsmitglieder, damit wir ihn in unser Programm aufnehmen können. Wir bitten darum, die Beiträge entsprechend kurz zu halten, da Andere sich auch noch einbringen möchten.
Es gibt wie immer ein kaltes Buffet zu einem Preis von 10 €
Anmeldungen bitte an:

Norbert Müller, Lichtenplattenweg 21
63071 Offenbach
nor.mueller@onlinehome.de

Weltfriedenstag 2017 – Schluss mit der Aggression gegen Syrien!

NATO, “Islamischer Staat”, Zionisten, Golfmonarchen: Sie alle stehen seit sechs Jahren in einer Front gegen die Syrische Arabische Republik.

Unter dem Vorwand, eine “demokratische Opposition” in einem “Bürgerkrieg” zu unterstützen, haben sie das Land mit Terroristen infiltriert, Zivilisten ermordet, vertrieben, oder mit Sanktionen ausgehungert, die Infrastruktur “versehentlich” bombardiert, direkte Luftangriffe gegen die syrischen Streitkräfte zur Unterstützung des IS-Vormarsches verübt, sie haben Hunderttausende von Todesopfern, Verletzten und Heimatlosen zu verantworten. Sie riskieren jederzeit einen Krieg mit Russland und damit den Dritten Weltkrieg.

Doch Syrien hält stand!
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Klaus Hartmann: Grußwort an die Patriotische Union Chile

Klaus Hartmann ist einer der führenden Denker der deutschen Linken. Er ist Präsident des Deutschen Freidenkerverbandes (DFV), einer Organisation, die seit den Tagen von Karl Marx und Friedrich Engels eine Tradition im ideologischen Kampfe aus der Sicht der Linken fortführt. In diesem Video grüßt Hartmann die Union Patriotica und Genossen Eduardo Artés Brichetti, der zum Präsidenten der Republik Chile kandidiert. Die UPA sieht darin eine Bestätigung ihres Weges, der die Anerkennung von wichtigen Persönlichkeiten der wahren Linken aus anderen Teilen der Welt findet.

Der Orginalbeitrag ist auf der chilenischen Seite der UPA zu finden:

Saludo del presidente del Freidenker Verband Alemania al UPA y a Eduardo Artés

Tag des Sieges 09. Mai 2017

Am 9. Mai 2017 wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof an den Gedenksteinen für die gefallenen Rotarmisten, ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter und andere Antifaschisten des 9. Mai 1945, des Tages des Sieges gedacht.
Organisiert vom Verein Russischen Kultur-, Sozial- und Bildungszentrum „ISTOK e.V.” und der Beteiligung der Generalkonsulate der Russischen Föderation und Mitgliedern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fand eine Gedenkfeier mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.
Die Gedenkkundgebung wurde gestaltet von:

willAlexander Bulay, Generalkonsul der Russischen Föderationisor
Larissa Yurtschenko, Vorsitzende des ISTOK e.V.ernstErnesto Schwarz, Liedermacher

Ansprache von Klaus Hartmann
Zum Tag des Sieges 2017

Geehrte Vertreter der Konsularischen Vertretungen, Vertreter der Geistlichkeit, liebe russischen Freundinnen und Freunde, liebe deutschen Kriegsgegner und Antifaschisten!

Der 9. Mai ist ein Tag der Trauer um 27 Millionen ermordete Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Es ist ein Tag des ehrenden Gedenkens an über 11 Millionen Rotarmisten, die für diesen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ihr Leben hingaben.klaus
Es ist aber auch ein Tag des Abscheus und des Zornes über die abscheulichen Verbrechen, die im Namen Deutschlands an den Völkern der SU und ganz Europas verübt wurden.
Der 9. Mai ist ein Tag der Mahnung: Nie wieder ein Feldzug gen Osten, den NATO-Aufmarsch stoppen! Es ist ein Tag des Appels: für Völkerverständigung und Frieden, für Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland.
Zunächst aber ist der 9.Mai für uns ein Tag des Erinnerns. Wie und warum kam es zu dem verbrecherischen Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion? Aus den gleichen Gründen, aus denen Kriege bis heute geführt werden, bis in die Ukraine, nach Syrien oder dem Jemen: Aus wirtschaftlichen Interessen!
Die faschistische Losung vom „Lebensraum im Osten“ als Kriegsziel war ernst gemeint. Nach Hitlers Worten: „Der Kampf um die Hegemonie in der Welt wird für Europa durch den Besitz des russischen Raumes entschieden“. Nach seiner Vorstellung kam es darauf an, „aus den besetzten russischen Gebieten herauszuholen, was sich herausholen lässt.“
Dies begründete er imperialistisch und rassistisch: „Der russische Raum ist unser Indien, und wie die Engländer es mit einer Handvoll Menschen beherrschen, so werden wir diesen unseren Kolonialraum regieren. Es wäre verfehlt, den Eingeborenen erziehen zu wollen.“ „Die slawischen Völker sind zu einem eigenen Leben nicht bestimmt.“ „Der Slawe ist eine geborene Sklaven-Masse, die nach dem Herrn schreit; es fragt sich nur, wer der Herr ist.“
Hitler war der Ansicht, dass „diese Völker uns gegenüber in erster Linie die Aufgabe haben, uns wirtschaftlich zu dienen“. Und er lieferte eine klassische Beschreibung von Siedlerkolonialismus:
„Germanisierung durch Hereinnahme der Deutschen vorzunehmen und die Ureinwohner als
Indianer zu betrachten.“
Die vermeintlich unfähigen slawischen Völker haben diese bösen Träume beendet, und unter größten Opfern einen glänzenden Sieg gegen die eingebildeten „Herrenmenschen“ errungen.
Und trotzdem muss man an diesem Tag des Sieges die Frage stellen: Angesichts der permanenten
antirussischen und Anti-Putin Kampagnen der Massenmedien, der Darstellung Russlands als das neue zentrale Feindbild, dem anschwellenden Säbelrasseln, und sogar heute Morgen dem antirussischen Tonfall in der Berichterstattung von der Siegesparade in Moskau: Ist es nicht auch tief verwurzelter antislawischer Rassismus, der hier die Stichworte gibt, und auf den die Propagandisten abzielen?
Aber es sind nicht nur die vergifteten Worte, die beunruhigen, es fehlt auch nicht an den entsprechenden Taten. Der aktuellen Truppenverlegung der NATO-Staaten liegen konkrete Kriegsszenarien zugrunde, und sie werden begründet mit „Stärke zeigen“, „Abschreckung gegenüber Russland“ etc. Dieser Aufmarsch wurde vom NATO-Gipfel im Juni 2016 in Warschau beschlossen, die Bundesregierung hat den Beschluss explizit mitgetragen.
Die Obama-Administration hatte zu diesem Zweck das Budget für die Truppenpräsenz in Europa im
Rahmen der 2014 gestarteten „European Reassurance Initiative (ERI)“ auf insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar vervierfacht.
Die Bundesregierung hat inzwischen dauerhaft 500 Bundeswehr-Soldaten in Litauen stationiert, mit 26 Panzern und 170 Militärfahrzeugen, Ministerin von der Leyen nennt das „genau angemessen“ und „defensiv“. Das Europäische US-Oberkommando in Stuttgart brüstet sich mit dem Kriegswaffen-Transport an Russlands Grenzen: „Es wird das modernste Gerät sein, was die Armee anzubieten hat“: Im Januar 2017 fand das NATO-Manöver „Bison Drawsko“ mit US- und polnischen Truppen statt, und eine niederländische Brigade wurde über Bremerhaven nach Polen bewegt.
Anfang Februar folgte die permanente Stationierung der 1800 Soldaten starken 10. Heeresfliegerkampfbrigade (l0th Combat Aviation Brigade) aus dem US-Bundesstaat New York – eine Kampfhubschrauberbrigade mit 10 Chinook- und 50 Blackhawk-Hubschraubern. Stationiert werden sie in Lettland, Rumänien und Polen, das militärische Hauptquartier ist im mittelfränkische Illesheim. Das militärische Gerät der 4000 Soldaten starken 3. Kampfbrigade der 4. Infanteriedivision der US-Armee wurde via Bremerhaven nach Polen und in andere osteuropäische Staaten verlegt: 446 gepanzerte Kettenfahrzeuge, 907 Radfahrzeuge mit 650 Anhängern, 87 Kampfpanzer, 144 Schützenpanzer und 18 Panzerhaubitzen.
Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Das sind ca. 900 Eisenbahn-Waggons mit Kriegsmaterial,
„umgerechnet“ ein Zug mit ca. 10 bis 14 km Länge. Dazu kommen noch kilometerlange Transporte auf deutschen Straßen. Die Logistik der Kriegswaffen-Transporte besorgt die Bundeswehr, die Logistikschule des Heeres in Garlstedt. Sie bezeichnet sich stolz als „Servicepartner“ der US-Armee : „Deutschland hat als Drehscheibe eine besondere Bedeutung, diese wollen wir wahrnehmen.“
Dieses Unternehmen „Atlantic Resolve“ ist aber keine Übung oder Manöver, hier geht es um die permanente Stationierung von US-Kriegsgerät in Osteuropa, auch wenn die Kampfbrigade nach 9 Monaten durch eine gleichstarke neue ausgewechselt wird. Das geschieht, weil die NATO-Russland-Akte von 1997 explizit ausschließt, dass in Osteuropa „substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert“ werden. Also wird die Vorschrift auf dem Papier erfüllt, doch ist diese Rotation alle 9 Monate eine durchsichtige Trickserei.
„Das Ergebnis ist das größte NATO-Aufrüstungsprogramm seit dem kalten Krieg“, kommentierte ntv (14.12.2016). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich besorgt über die US- Panzer, die durch sein Land zu ihren neuen Stationierungsorten im Westen Polens gebracht wurden.
Am 9. Mai erheben wir die Forderung: Diese Aufrüstung muss gestoppt, der Aufmarsch beendet, Truppen und Mordgerät zurückkommandiert werden. Die Proteste gegen Militärtransporte und die logistische Unterstützung durch die Bundeswehr müssen weitergehen, zur Zeit auch mit den Blockadewochen der Friedensbewegung gegen die modernisierten Atomwaffen im US-Fliegerhorst Büchel in der Eifel, im September gegen die Drehscheibe des US-Drohnenkrieges und sämtlicher völkerrechtswidriger Kriege, der US-Air Base Ramstein bei Kaiserslautern.
Am 9. Mai bekräftigen wir – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg heißt für uns nicht zuletzt: Wir treten ein für Frieden, Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland!

“Alle gegen Trump” – Klaus Hartmann im Interview

Übernommen von

https:/deutsch.rt.com/inland/45562-alle-gegen-trump-naive-linke/

Auch in Berlin rufen vermeintlich linke Organisationen zu Demonstrationen gegen die Amtseinführung des US-Präsidenten Donald Trump auf. Im RT-Interview erklärt der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbandes, Klaus Hartmann, wer dahinter die Fäden zieht.

Die Reaktionen des Establishments beiderseits des Atlantiks auf die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten reichen von Ratlosigkeit und Entsetzen bis zur offenen Kampfansage. Auch in Deutschland hat eine angebliche Friedenbewegung unter dem Namen “The Coalition” zum Tag der Inauguration Trumps zu einer Großdemo gegen den neuen US-Präsidenten in Berlin gerufen. Der Protest soll unter dem Motto “Nein zum weltweiten Trumpismus” gegen eine angebliche von Trump ausgehende Kriegsgefahr stattfinden.

Diese These erscheint Kritikern des Aufmarsches als durchaus zweifelhaft, da während des Wahlkampfs eher seine Gegenkandidatin Hillary Clinton für eine stärker auf Konfrontation setzende Politik eingetreten war. Über dies und mehr spricht RT Deutsch mit dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Freidenker-Verbandes Klaus Hartmann.

An Trump scheiden sich die Geister. Warum ist das so? Wie erklären Sie sich die massive Ablehnung, auf die Trump weiterhin in den USA, insbesondere auch beim dortigen Establishment trifft?

Schon im US-Wahlkampf zeigte sich eine beispiellose Konfrontation und Spaltung. Es war nicht anzunehmen, dass die Gräben nach der Wahl zugeschüttet und die Wunden über Nacht heilen würden. Es stellt sich die Frage nach den Ursachen der Konfrontation – und die dürfte darin liegen, dass diesmal tatsächlich zwei unterschiedliche Konzeptionen zu Wahl standen. Denn die letzten Präsidenten haben im Grunde genommen die gleiche Politik verfolgt: George Bush sen. (Republikaner), Bill Clinton (Demokrat), George W. Bush (Republikaner), Barack Obama (Demokrat).

Unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit standen sie alle für den so genannten Neoliberalismus mit “Freihandel” und freiem Kapitalverkehr sowie dessen notfalls militärischer Durchsetzung. Ungehorsame Regierungen wurden weggeputscht oder weggebombt. Unter dem Mantel “humanitärer” Interventionen wurde die völkerrechtswidrige Politik des “Regime Changes” zu einem Hauptinstrument der internationalen Politik.

Zumindest seinen Ankündigungen zufolge will sich Trump von dieser Linie verabschieden: “Wir werden aufhören, zu versuchen, Regierungen zu stürzen”. Die Politik des “Interventionismus und des Chaos” werde zu einem Ende kommen. Auch seine Losung, Amerika wieder groß und stark zu machen, markiert diese Wende. Er setzt auf Milliardeninvestitionen zum Wiederaufbau der zerrütteten Infrastruktur, auf die Schaffung neuer Industriearbeitsplätze und zu diesem Zweck auf protektionistische Maßnahmen wie Importzölle. Damit vertragen sich “Freihandel” und freier Kapitalverkehr ebenso wenig wie die kostspieligen kriegerischen Mittel zur brachialen Durchsetzung der hegemonialen Strategie.

Welche Akteure sehen Sie hinter der Auseinandersetzung, und welche Folgen hat das für Trumps Präsidentschaft?

Wie beim Brexit stehen hinter beiden Konzepten die gegensätzlichen Interessen mächtiger Kapitalfraktionen, und das erklärt im Wesentlichen die Schärfe der Auseinandersetzung.

Der Militärisch-Industrielle Komplex, das global verflochtene Kapital, die Neocons und Ideologen des Neoliberalismus, die Regimechange-Fanatiker um Milliardär George Soros hatten alles auf eine Karte gesetzt: auf Hillary Clinton, als Garantin der Fortsetzung der bisherigen Politik. Deshalb sagten wir vorher: “Wer Hillary wählt, wählt den Krieg.” Die Wahlkampfspenden für Clinton, allein über 25 Millionen Dollar von Soros, waren, wie die Banker sagen würden, eine “verlorene Investition”. Deshalb wollen sie retten, was zu retten ist – indem sie Trump unter Druck setzen.

Deshalb sollen Trump und sein Wahlergebnis delegitimiert werden. Zu diesem Zweck wird weiter eine anti-russische Massenhysterie geschürt. Man kolportiert eine völlig unbewiesene Verschwörungstheorie über russische Hacker, die – vom russischen Präsidenten persönlich angewiesen – Trump zum Sieg verholfen haben. Deshalb soll Trump nun auch von den Angehörigen der eigenen republikanischen Kongressmehrheit, angeführt vom Scharfmacher McCain, nach Möglichkeit “eingemauert” und an die Leine gelegt werden. Deshalb tat Obama am Ende seiner Amtszeit auch nochmal alles, um die Konfrontation mit Russland weiter zu eskalieren: Die Sanktionen und Ausweisung von diplomatischem Personal ist noch vergleichsweise harmlos gegenüber dem militärischen Aufmarsch. Mehr als 4.000 Soldaten und über 230 Panzer wurden in den letzten Tagen, meist über deutschen Boden, zur “Abschreckung Russlands” transportiert. Dies alles soll seinem Nachfolger ein Umschalten auf Entspannung so schwer wie möglich machen.

Trumps Wahlsieg hat die Mainstream-Medien auch in Deutschland kalt erwischt, und die Reaktionen der Bundesregierung, bei der EU und im NATO-Hauptquartier sind eher frostig. Was treibt diese um?

Im Grunde ist es die gleiche Sorge: dass von Konfrontation auf Entspannung umgeschaltet werden könnte. Sie teilen Obamas Propaganda-Paranoia vor Russland. Deshalb verfallen die Transatlantiker in der EU und in Berlin in Hysterie. Die Kriegsministerin von der Leyen war “schockiert” – was man ihr glauben kann. Dem Trotz folgt der Größenwahn. Es war ein einmaliger Vorgang, dass Bundeskanzlerin Merkel dem gewählten US-Präsidenten die Zusammenarbeit nur “unter Bedingungen” anbot – nämlich dass er zu den “westlichen Werten” stehe. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte Trump vor “Alleingängen”.

Dass die NATO nach Trumps Worten obsolet sei, hat laut Außenminister Steinmeier nicht nur in Brüssel “für Verwunderung und Aufregung gesorgt”. Aber welcher Mensch bei klarem Verstand kann eine Organisation aus der Nachkriegszeit für zeitgemäß halten? Dabei ist Trumps Begründung, dass die NATO nichts gegen den Terrorismus getan habe, noch milde ausgedrückt. Sie hielt vielmehr dem IS-Terrorpaten Obama die Stange.

Der Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU), malt das Schreckgespenst einer “neuen Weltordnung unter Russlands Präsidenten Putin und dem neuen US-Präsidenten Trump” an die Wand.

Jetzt auf einmal hat Europa laut Merkel “sein Schicksal selbst in der Hand” – “Europa kann auch ohne die USA”, lautet die Botschaft. Bei Obamas Abschiedsbesuch in Berlin orakelten diverse Medien bereits über die Übergabe des Staffelstabes an die “neue Führerin der freien Welt”. Inzwischen haben die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini und Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn die EU zur Supermacht ausgerufen. Merkel fordert, Europa müsse seinen politischen und militärischen Aktionsradius erheblich ausweiten. Zum Ziel dieser Reise meinte der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger: Im Moment (!) sei eine Debatte über eine alternative nukleare Bewaffnung Deutschlands “ein politischer Fehler” – “auch, weil wir damit den Kritikern in Europa wie in Moskau ein Argument liefern würden, dass die Zentralmacht Deutschland jetzt in Europa nicht nur finanzpolitisch dominieren will, sondern entgegen allen Verträgen eine Mitkontrolle über Nuklearwaffen anstrebt”.

Noch vor Trumps Amtseinführung wird zu Demonstrationen aufgerufen, in Washington wie in Berlin. Was sollen die bewirken und wer demonstriert?

Auch linke TTIP-Gegner wollen gegen Trump demonstrieren, obwohl der auch gegen TTIP ist. Wie geht das? Etwa weil Trump aus den falschen Gründen dagegen ist?

Gegen US-Präsidenten und -Regierungen kann man immer demonstrieren, da wird man auch gute Gründe finden. Allerdings ist zu fragen, ob zu den Demonstrationen auch aufgerufen worden wäre, wenn die Kriegsverbrecherin Clinton die Wahl für sich entschieden hätte. Mit den aktuellen Demonstrationen wird auf einer Anti-Trump-Welle gesurft, der die Medien und Politiker einen Resonanzboden bereitgestellt haben.

Sie dienen objektiv der Delegitimierungsstrategie gegen Trump, die den positivsten Teil seiner angekündigten Außenpolitik stören soll, nämlich die Spannungen zu Russland abzubauen. Sie tun alles, um Trump wieder auf Linie der NATO, also auf Kriegskurs zu bringen.
Auch wenn es Teilnehmer gibt, die mit ehrbaren Zielen an dieser Demo teilnehmen werden, so dienen sie doch objektiv der Ablenkung vom wahnwitzigen Kriegskurs des Mainstreams. Der Berliner Aufruf spricht von einem weltweiten Zeichen, das man setzen wolle. Egal, welches Transparent Einzelne hochhalten: Die Chefmilitaristen der NATO werden alle Demonstranten des Tages als Unterstützer ihres Konfrontationskurses werten.

Ich sehe Trump weder als verdammungswürdig noch als Heilsbringer, wir werden ihn an seinen Taten erkennen. Für ein Urteil ist es jetzt zu früh.

In Berlin ruft eine “Coalition” – überwiegend trotzkistischer Provenienz – zum Protest auf, und sie bezieht sich auf Anti-Trump-Aktionen in Washington, dort veranstaltet von einem “American Friends Service Committee”. Dieses wiederum wird unmittelbar von Georg Soros und seinen Open Society Foundations finanziert, womit wir – anders als viele Demonstranten – den Auftraggeber kennen.

Das Freidenker-Projekt der USA hat dies in einer Montage zusammengefasst:

Milliardär und Globalisierer Soros als verborgene Hand hinter den Trump-Protesten entlarvt

Jetzt sind eher Demonstrationen nötig, um “gegen die Hinterlassenschaft von Obamas und Hillary Clintons erbarmungslosem Kriegsterrorismus zu mobilisieren, der den Tod von Millionen von Menschen und unermessliche Zerstörung hervorgerufen hat”, wie die Aachener Friedensinitiative schreibt. Demonstrationen sind notwendig, um Trump beim Wort zu nehmen, seinen Worten Taten folgen zu lassen.

In diesem Sinne hat das Bündnis “Raus aus der NATO – NATO raus!”, eine Allianz von 61 Gruppen und Organisationen der Friedensbewegung in Deutschland, im Januar 2017 aufgerufen:

• Seien wir wachsam gegen die manipulierten Proteste, die gegenwärtig von den bisher dominierenden Kräften des Krieges gegen den kommenden US-Präsidenten Donald Trump inszeniert werden.

• Lassen wir uns nicht ablenken vom Kampf gegen die kriegsbrandgefährlichen Hinterlassenschaften der scheidenden Obama-Administration.

• Engagieren wir uns verstärkt gegen die militärische Einkreisung Russlands und den jüngsten NATO-Panzeraufmarsch an seiner Westgrenze.

• Fordern wir noch nachdrücklicher die Beendigung der Sanktionen gegen Russland, die nur eins zum Ziel haben: die Verhinderung eines friedlichen, gleichberechtigten Miteinander der Völker des eurasischen Kontinents.

• Suchen wir noch engeren Kontakt mit den wachsenden Volkskräften, die den einseitigen Bruch ihrer Länder mit dem NATO-Kriegsbündnis wollen.

Herr Hartmann, vielen Dank für das Gespräch.

Die Zerstörung der Vernunft im gegenwärtigen Schulsystem

Referent: Dr. Gerhard Steinl (Frankfurt)
Thema: Die Zerstörung der Vernunft im gegenwärtigen Schulsystem

Am Samstag, den 04.02.2017, von 11:00-15:30 Uhr

Offenbach am Main, Volkshochschule, Berliner Str. 77

Kurs-Nr: G1408, Gebühr: 9,00 EUR und 7,00 EUR ermäßigt

Was ist im gegenwärtigen Schulsystem aus dem Vernunftanspruch des emanzipatorischen Bürgertums im ausgehenden 18. Jahrhundert geworden? Dazu soll die Schulgeschichte seit den preußischen Reformen bis heute genauer beleuchtet werden. Ausgehend von den Überlegungen Kants und dessen didaktischer Übersetzungen seitens der Brüder Snell (in Nassau) und Karl Jachmanns (im Conradinum zu Jenkau bei Danzig) wird die Entsorgung Kants über den Herbartianismus des 19. Jahrhunderts behandelt, ebenso die entsprechenden Schulreformen des deutschen Imperialismus, die Rücknahme der Weimarer Schulkonferenz von 1920 durch das NS-Regime, die Restauration in den 1950er Jahren und die überaus erfolgreichen Versuche der in beinahe allen Parteien wirkendenen Neokons, die in den 1970er Jahren erfolgten Schulreformen zurückzunehmen.

Anhand einiger exemplarischer Unterrichtseinheiten (namentlich der Fächer Ethik und Politische Wissenschaften) soll mit konkreten Beispielen die gegenwärtig stattfindende Zerstörung der Vernunft nachgewiesen werden. Dabei wollen wir uns nicht auf die Bilanzierung von Fehlern beschränken, sondern anhand der originär Marx’schen Ideologiekritik die Ursachen in den gesellschaftlichen Bedingungen reflektieren.

Überlegungen über die Forderungen zu einer fortschrittlichen Schulpolitik sollen die Veranstaltung abschließen.

Anmeldung erbeten:

VHS-Offenbach, Berliner Str. 77, Kurs G 1408

Monika Krotter-Hartmann, Schillstr. 7, 63067 Offenbach mkh@freidenker.de