„Faschismus gestern und heute“ – Ausstellung und Lesung in Hanau am 2. und 8. Mai

PROGRAMM
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1.Mai
„…Gerade dich, Arbeiter, wollen wir“
Ausstellungseröffnung

Olof-Palme-Haus,
Pfarrer-Hufnagelstr.2, Hanau

2. Mai, 18 Uhr
„Faschismus gestern und heute“

Eine Lesung mit Auszügen aus dem Buch von Anna Seghers „Das siebte Kreuz“ und Gedichten und Liedern der Arbeiterbewegung:

Anna Seghers trifft … ,
das 7.Kreuz sucht den Widerstand von Gestern und Heute.
Das 7.Kreuz ist nicht vom Himmel gefallen.
Es hatte Vorbedingungen:
Es kam nicht über Nacht
Es wurde Schlag auf Schlag gemacht
Von oben generalstabsmäßig vorbereitet
Tag für Tag

Das 8. Kreuz kommt ohne Haken?  Ist das Ermächtigungsgesetz in unsren Tagen vielleicht das TTIP & @CETerA.  Welche Schritte aus der Mitte bereiten diesem Kreuz den Boden ?

Ein Programm von Hartmut Barth-Engelbart, Erich Schaffner, Ernst Schwarz und Mahmut Bulut

8. Mai, 11 Uhr
„Faschismus gestern und heute“

Eine Lesung mit Auszügen aus dem Buch von Anna Seghers „Das siebte Kreuz“ und Gedichten und Liedern der Arbeiterbewegung

Ein Programm von Hartmut Barth-Engelbart, Erich Schaffner, Ernst Schwarz und Mahmut Bulut

Der Flyer kann hier herunter geladen werden.

AUSSTELLUNG
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„…GERADE DICH, ARBEITER, WOLLEN WIR.“

NATIONALSOZIALISMUS UND FREIE GEWERKSCHAFTEN
IM MAI 1933

Ausstellung

02.-15.Mai 2016

Gewerkschaftshaus Hanau,
Am Freiheitsplatz 6

Der 2. Mai 1933 war der Tag, an dem die deutschen Faschisten deutlich zeigten, was sie von der organisierten Arbeiterbewegung hielten. SA-Truppen stürmten überall in Deutschland die Gewerkschaftshäuser. Sie beschlagnahmten die Gewerkschaftsgelder. Und sie verschleppten, folterten und ermordeten hunderttausende aktive Gewerkschafter. Nur drei Monate, nachdem die Macht in Deutschland an die Nationalsozialisten übergeben worden war, gehörten damit Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu den ersten Opfern des deutschen Faschismus.

Es gehört zur Tragik unserer Geschichte, dass die Gewerkschaften die Gefahr des deutschen Faschismus nicht rechtzeitig erkannt haben.Viele Gewerkschaftsfunktionäre hatten geglaubt hatten, sie könnten mit den Nazis zum Wohle der Arbeitnehmer zusammenarbeiten. So rief der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) seine Mitglieder dazu auf, am 1. Mai gemeinsam mit den Nazis auf die Straße zu gehen. Viele Kolleginnen und Kollegen taten dies äußerst widerwillig, ahnten sie doch, dass die NSDAP kein Partner, sondern Feind der organisierten Arbeiterbewegung war. Das wurde am 2. Mai offensichtlich. Zielstrebig und gründlich zerschlug das NS-Regime die Arbeiterbewegung. Für freie, unabhängige, der Demokratie verpflichtete Gewerkschaften war im NS-Staat kein Platz.

Die Auseinandersetzung mit dem 1. und 2. Mai 1933 bildet immer wieder den erschütternden Anlass für das Gedenken an die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die der Barbarei des Nationalsozialismus zum Opfer fielen.

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