Raúl Castro Lesung am 1. Juni in FFM

Lesung: „Raúl Castro: Revolutionär und Staatsmann“

mit Volker Hermsdorf

Kuba ist ein Land im ständigen Wandel. Kurz nach dem Sieg der Rebellenarmee im Januar 1959 prophezeiten die USA und andere westliche Länder bereits den baldigen Untergang des Systems. Doch allen Voraussagen zum Trotz behauptete sich das alternative Modell der sozialistischen Karibikinsel und wurde zum Vorbild für viele Länder des globalen Südens. Weder das Verschwinden der Sowjetunion und der sozialistischen Länder Osteuropas, noch die folgende »Sonderperiode« oder der Tod des Revolutionsführers und langjährigen Staatspräsidenten Fidel Castro im vergangenen November führten zum Zusammenbruch. Stattdessen erntet Kuba für seine humanitären Missionen internationale Anerkennung und ist heute ein wichtiger Akteur in der Weltpolitik. Eine Schlüsselrolle für diese Entwicklung kommt Raúl Castro zu, der am 3. Juni 86 Jahre alt wird.
Sein deutscher Biograf Volker Hermsdorf beleuchtet Raúl Castros historische Rolle und die Herausforderungen, denen sich der kubanische Präsident angesichts der neoliberalen Gegenoffensive in Lateinamerika und des Generationenwechsels im eigenen Land derzeit stellen muss.
Neben seiner Raúl-Castro-Biografie stellt der Autor ein neues Buch mit 16 Erfahrungsberichten überwiegend junger AutorInnen über »Kuba im Wandel« vor.
Leseprobe aus „Raúl Castro: Revolutionär und Staatsmann“ 
Veranstalter: Club Voltaire und Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

Donnerstag, 01.06.2017 um 20 Uhr,
in der Kneipe des Club Voltaire Frankfurt/M

Der Eintritt ist frei

Linker Stammtisch Frankfurt am Sonntag 21. Mai

Der nächste Linke Stammtisch findet am Sonntag den 21.Mai 2017 um 19:00 Uhr in der Gaststätte Mainlust statt.
Thema:  „Dokumentarfilm: Europa – Ein Kontinent als Beute“; in Anwesenheit des Regisseurs Christoph Schuch.
Der
Eintritt ist frei. 
Die Gaststätte „Mainlust“ befindet sich in der Martinskirchstraße. 53 / Ecke Hegarstraße in Frankfurt-Schwanheim.
Erreichbarkeit per ÖPNV:
* Straßenbahn Linie 12 bis Rheinlandstraße, dann 10 Minuten Richtung Main (Nord) laufen
* Bus 51 von Niederrad bis Haltestelle Martinskirchstraße.

Tag des Sieges 09. Mai 2017

Am 9. Mai 2017 wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof an den Gedenksteinen für die gefallenen Rotarmisten, ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter und andere Antifaschisten des 9. Mai 1945, des Tages des Sieges gedacht.
Organisiert vom Verein Russischen Kultur-, Sozial- und Bildungszentrum „ISTOK e.V.” und der Beteiligung der Generalkonsulate der Russischen Föderation und Mitgliedern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fand eine Gedenkfeier mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.
Die Gedenkkundgebung wurde gestaltet von:

willAlexander Bulay, Generalkonsul der Russischen Föderationisor
Larissa Yurtschenko, Vorsitzende des ISTOK e.V.ernstErnesto Schwarz, Liedermacher

Ansprache von Klaus Hartmann
Zum Tag des Sieges 2017

Geehrte Vertreter der Konsularischen Vertretungen, Vertreter der Geistlichkeit, liebe russischen Freundinnen und Freunde, liebe deutschen Kriegsgegner und Antifaschisten!

Der 9. Mai ist ein Tag der Trauer um 27 Millionen ermordete Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Es ist ein Tag des ehrenden Gedenkens an über 11 Millionen Rotarmisten, die für diesen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ihr Leben hingaben.klaus
Es ist aber auch ein Tag des Abscheus und des Zornes über die abscheulichen Verbrechen, die im Namen Deutschlands an den Völkern der SU und ganz Europas verübt wurden.
Der 9. Mai ist ein Tag der Mahnung: Nie wieder ein Feldzug gen Osten, den NATO-Aufmarsch stoppen! Es ist ein Tag des Appels: für Völkerverständigung und Frieden, für Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland.
Zunächst aber ist der 9.Mai für uns ein Tag des Erinnerns. Wie und warum kam es zu dem verbrecherischen Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion? Aus den gleichen Gründen, aus denen Kriege bis heute geführt werden, bis in die Ukraine, nach Syrien oder dem Jemen: Aus wirtschaftlichen Interessen!
Die faschistische Losung vom „Lebensraum im Osten“ als Kriegsziel war ernst gemeint. Nach Hitlers Worten: „Der Kampf um die Hegemonie in der Welt wird für Europa durch den Besitz des russischen Raumes entschieden“. Nach seiner Vorstellung kam es darauf an, „aus den besetzten russischen Gebieten herauszuholen, was sich herausholen lässt.“
Dies begründete er imperialistisch und rassistisch: „Der russische Raum ist unser Indien, und wie die Engländer es mit einer Handvoll Menschen beherrschen, so werden wir diesen unseren Kolonialraum regieren. Es wäre verfehlt, den Eingeborenen erziehen zu wollen.“ „Die slawischen Völker sind zu einem eigenen Leben nicht bestimmt.“ „Der Slawe ist eine geborene Sklaven-Masse, die nach dem Herrn schreit; es fragt sich nur, wer der Herr ist.“
Hitler war der Ansicht, dass „diese Völker uns gegenüber in erster Linie die Aufgabe haben, uns wirtschaftlich zu dienen“. Und er lieferte eine klassische Beschreibung von Siedlerkolonialismus:
„Germanisierung durch Hereinnahme der Deutschen vorzunehmen und die Ureinwohner als
Indianer zu betrachten.“
Die vermeintlich unfähigen slawischen Völker haben diese bösen Träume beendet, und unter größten Opfern einen glänzenden Sieg gegen die eingebildeten „Herrenmenschen“ errungen.
Und trotzdem muss man an diesem Tag des Sieges die Frage stellen: Angesichts der permanenten
antirussischen und Anti-Putin Kampagnen der Massenmedien, der Darstellung Russlands als das neue zentrale Feindbild, dem anschwellenden Säbelrasseln, und sogar heute Morgen dem antirussischen Tonfall in der Berichterstattung von der Siegesparade in Moskau: Ist es nicht auch tief verwurzelter antislawischer Rassismus, der hier die Stichworte gibt, und auf den die Propagandisten abzielen?
Aber es sind nicht nur die vergifteten Worte, die beunruhigen, es fehlt auch nicht an den entsprechenden Taten. Der aktuellen Truppenverlegung der NATO-Staaten liegen konkrete Kriegsszenarien zugrunde, und sie werden begründet mit „Stärke zeigen“, „Abschreckung gegenüber Russland“ etc. Dieser Aufmarsch wurde vom NATO-Gipfel im Juni 2016 in Warschau beschlossen, die Bundesregierung hat den Beschluss explizit mitgetragen.
Die Obama-Administration hatte zu diesem Zweck das Budget für die Truppenpräsenz in Europa im
Rahmen der 2014 gestarteten „European Reassurance Initiative (ERI)“ auf insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar vervierfacht.
Die Bundesregierung hat inzwischen dauerhaft 500 Bundeswehr-Soldaten in Litauen stationiert, mit 26 Panzern und 170 Militärfahrzeugen, Ministerin von der Leyen nennt das „genau angemessen“ und „defensiv“. Das Europäische US-Oberkommando in Stuttgart brüstet sich mit dem Kriegswaffen-Transport an Russlands Grenzen: „Es wird das modernste Gerät sein, was die Armee anzubieten hat“: Im Januar 2017 fand das NATO-Manöver „Bison Drawsko“ mit US- und polnischen Truppen statt, und eine niederländische Brigade wurde über Bremerhaven nach Polen bewegt.
Anfang Februar folgte die permanente Stationierung der 1800 Soldaten starken 10. Heeresfliegerkampfbrigade (l0th Combat Aviation Brigade) aus dem US-Bundesstaat New York – eine Kampfhubschrauberbrigade mit 10 Chinook- und 50 Blackhawk-Hubschraubern. Stationiert werden sie in Lettland, Rumänien und Polen, das militärische Hauptquartier ist im mittelfränkische Illesheim. Das militärische Gerät der 4000 Soldaten starken 3. Kampfbrigade der 4. Infanteriedivision der US-Armee wurde via Bremerhaven nach Polen und in andere osteuropäische Staaten verlegt: 446 gepanzerte Kettenfahrzeuge, 907 Radfahrzeuge mit 650 Anhängern, 87 Kampfpanzer, 144 Schützenpanzer und 18 Panzerhaubitzen.
Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Das sind ca. 900 Eisenbahn-Waggons mit Kriegsmaterial,
„umgerechnet“ ein Zug mit ca. 10 bis 14 km Länge. Dazu kommen noch kilometerlange Transporte auf deutschen Straßen. Die Logistik der Kriegswaffen-Transporte besorgt die Bundeswehr, die Logistikschule des Heeres in Garlstedt. Sie bezeichnet sich stolz als „Servicepartner“ der US-Armee : „Deutschland hat als Drehscheibe eine besondere Bedeutung, diese wollen wir wahrnehmen.“
Dieses Unternehmen „Atlantic Resolve“ ist aber keine Übung oder Manöver, hier geht es um die permanente Stationierung von US-Kriegsgerät in Osteuropa, auch wenn die Kampfbrigade nach 9 Monaten durch eine gleichstarke neue ausgewechselt wird. Das geschieht, weil die NATO-Russland-Akte von 1997 explizit ausschließt, dass in Osteuropa „substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert“ werden. Also wird die Vorschrift auf dem Papier erfüllt, doch ist diese Rotation alle 9 Monate eine durchsichtige Trickserei.
„Das Ergebnis ist das größte NATO-Aufrüstungsprogramm seit dem kalten Krieg“, kommentierte ntv (14.12.2016). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich besorgt über die US- Panzer, die durch sein Land zu ihren neuen Stationierungsorten im Westen Polens gebracht wurden.
Am 9. Mai erheben wir die Forderung: Diese Aufrüstung muss gestoppt, der Aufmarsch beendet, Truppen und Mordgerät zurückkommandiert werden. Die Proteste gegen Militärtransporte und die logistische Unterstützung durch die Bundeswehr müssen weitergehen, zur Zeit auch mit den Blockadewochen der Friedensbewegung gegen die modernisierten Atomwaffen im US-Fliegerhorst Büchel in der Eifel, im September gegen die Drehscheibe des US-Drohnenkrieges und sämtlicher völkerrechtswidriger Kriege, der US-Air Base Ramstein bei Kaiserslautern.
Am 9. Mai bekräftigen wir – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg heißt für uns nicht zuletzt: Wir treten ein für Frieden, Zusammenarbeit und Freundschaft mit Russland!

Wer hat den Massai die Sohlen gestohlen?

übernommen von http://www.barth-engelbart.de/?p=180827

Wer hat den Massai die Sohlen gestohlen?  –

Am Sonntag 5. März 2017 im Rahmen der LICHer Kultur-Tage

 Lesung im eriträischen Kultur-Restaurant SAVANNE ab 18 Uhr

mit Hartmut Barth-Engelbart

Lesung & Buffet für 25,-€

Der Frankfurter Werbe-Altmeister, die Conceptioner-Legende Jürgen Mass (Agentur „mass-media“) im Gespräch mit der Stimme, die „die Nacht“ bestimmt, jene RADIO-Y-Kultsendung, die kam als „der Tag“ beim HR (nicht mehr) ging: Moritz Schwind (ohne von und zu) , der mit einer Mischung aus Trauer und Schadenfreude daran denkt, was vom Tag übriggeblieben ist: „Eine Sendung von Tagdieben!“

Nun gut, aber was bringt uns die Nacht? RADIO Y, wir machen Ihnen kein X vors YOU

 Kultur Restaurant Savanne

Kulturrestaurant Savanne, Schlossgasse 8, 35423 Lich

Reservierungen: 06404 2052542

 

    Erzählung aus der Reihe HaBE:

Unendliche Kolonialwaren Geschichten

„Wer hat den  Massai die Sohlen gestohlen?“

 

           HaBE ist Liedermacher,

             Ex-Grundschullehrer,

               Kinderchorleiter,

                Jugendarbeiter,

                 (Foto)Grafiker,

                    &GEWerk-

                     schafter

und …

  Köln Frankfurt 315

 eben Erzähler…

 Geschichten bis ihr schwarz werdet

 

Sonntag, 05 März, 18:00 Uhr

Lesung und Buffet 25,00 Euro

Jürgen Mass, der Werbe-Texter, Conceptioner und Besitzer der Agentur “mass-media”, die frisch privatisierten oder noch zu privatisierenden tansanischen Betrieben im Auftrag der EU, des IWF und der Weltbank ein neues Outfit und eine corporate identity verpassen soll. Wie er zu diesen Topp-Aufträgen kam, ist schon sehr spannend. Wie er letzenendes scheiterte ebenfalls. Der abgebrochnene Alt68er ex-Ethno-, Geo-, Sozio- und sonstnoch-loge mit guten Beziehungen zu hochgestellten Wendehälsen aus West und Ost soll die “realsozialistische Erblast” aus der Hinterlassenschaft Julius Nyereres pimpen. Er scheitert dabei und besinnt sich frustriert seiner rrrevolutionären rrrooots, schreibt sich den Frust von der Seele und landet im Streit mit dem Massai-Massage-Schuhhersteller Mayer vor Gericht. Der beim Hessischen Rundfunk hinausgemobbte “Der Tag”-Kult-Moderator Moritz Schwind bekommt Wind von diesem Event und interviewt die noch nicht gerichtlich gemass-regelte Schachspielfigur der Merkelschen “Chefsache Afrika”. Das Bauernopfer packt aus. Und so was dauert halt. …. von Sonntag 18 Uhr bis  ?????  Die beiden können im Anschluss gerne noch befragt werden…  Autogramme vorerst nur auf Bierdeckel

Weiteres zum Thema:

Wie Weiße Massai die Serengeti erben & schwarze dabei wie die Fliegen sterben

JanAnarch-White-City

Damit sind noch nicht Mal die Geflohenen im Mittelmeer gemeint, die die Sahara überlebt haben. Nein, es geht um die, die daheim schon sterben – unter Anderem durch die Rosenzucht.

Wie schön man Neo-Kolonialismus tarnen kann, hat nicht erst Nina Hoss als „Die weiße Massai“ bewiesen.  Das ging schon in den 1950ern mit Professor Bernhard Grzimek und seinem Sohn sehr gut, mit der Rettung der Serengeti vor den bösen „Massai-Wilderern“, denen rund um die Weidegründe geraubt wurden. Die zur Vergrößerung ihrer Herden auf überweideten Restflächen gezwungenen Massai gerieten nicht nur mit den europäischen Nationalparkfreunden in Konflikt. Sie konkurrierten jetzt zusätzlich mit den auf noch nicht kapitalisierten Böden Kleinlandwirtschaft-betreibenden  Stämmen. Ein wunderbarer Ansatz für das Teile und Herrsche neokolonialer „Entwicklungshelfer“ und weiterer Landgrabber in den Startlöchern… Der Ngorogoro-Krater und die Serengeti als Übersee-Museum und renaturierter Zirkus Hagenbeck zur Bespaßung denaturierter Europäer, als Ausweichfläche für den zu engen Frankfurter Zoo, der wegen seiner Immobilienpreis-Steigerung im Schatten der EZB-Twintower so oder so nicht länger zu halten ist. Da jubeln sich selbst Grüne schwarz, wenn endlich in Afrika artgerechte Zoohaltung durchgesetzt wird.  Schluss mit lustig, jetzt wird es blut-ernst:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/rosen-aus-kenia-ostafrikas-gefaehrliche-blueten-1939203.html

„Wie Kenia mit Rosen zum Valentinstag Millionen verdient“, schreibt auf dem Valentinstags-FR-Titel vom 14.02.2017 Johannes Dietrich, der FRontschau Afrika-Erschließer und unterschlägt dabei in dieser verFAZten Abendpost-Nachtausgabe für Besserverdienende das fortgesetzte Massai-Schlachten in dieser französisch-belgisch-deutsch-britisch und USAIDs- kolonial- &neokolonial beglückten Region des schwarzen Kontinents. Der deutsche Völkermord der Churchill-bewunderten Niedermetzleung des Maji-Maji-Aufstandes gegen die deutschen Kolonisatoren mit über 300.000 Todesopfern wird von der FR wie den anderen Exzellenz-Medien ebenso verschwiegen wie der letztlich nicht ganz so vollständige Genozid der Britischen Kolonisatoren bei der Bekämpfung des Mau-Mau-Aufstandes, der zur Unabhängigkeit Kenia führte.  Doch Kenyattas Erben sterben jetzt am Landgrabbing, bei Hungerlöhnen in Pestizid-, Herbizid- und Fungizid-Nebeln und an vergiftetem Wasser.  Tot- und Fehlgeburten Verkrüppelungen der Föten häufen sich.

Äthiopier

Bedauert wird das nur insoweit, als bei der Vergiftung des größten Süsswassersees ein Tourismusmagnet verloren geht. Dass durch die Vernichtung der traditionellen Landwirtschaft in Kenia die Genozid-überlebenden Kenianer massenweise in die Lohnsklaverei der weiß-kapitalbeherrschten Agrarindustrie vertrieben wurden, kommt in den Mainstream-Medien nicht zur Sprache (abgesehen von der einen oder anderen postmidnight-Sendung bei 3sat-arte).  Kenia verdient ? Wenn überhaupt, dann partizipiert eine angefütterte schwarze Oberschicht bei den Profitspannen zwischen Nairobi und Mombasa, der solche Kompradoren-Quissling-Figuren wie Barak Obama entstammen.

Die zusammenbrechende Trinkwasserversorgung kenianischer Großstädte liegt schon lange in der Hand französischer Großkonzerne wie SUEZ und VEOLIA, die es ja auch bei französischen Metropolen wie Paris geschafft haben, die Wasserversorgung  zu ruinieren mehr Wasser zu verpantschen als bei den Menschen ankommen zu lassen, bei gleichzeitiger Auspressung der Bevölkerung bis zum Verdursten. Die Versuche mutiger NGOs, wie der „Ingenieure ohne Grenzen“, die Trinkwasserversorgung zumindest in den Suburbs und auf dem Land  in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung  mit Hilfe von Low-Tech-Selfmade-Wasseraufbereitung zu sichern, verdunsten in der Hitze der Agro-Kapitalschlachten wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

Einziger Ausweg aus dieser gigantischen Brunnenvergiftung und Wasserräuberei, Waldvernichtung und Erosion wäre eine radikale Bodenreform, die auf den fruchtbaren Hochebenenböden eine autarke kenianische bäuerliche Landwirtschaft mit dem Fokus Lebensmittelproduktion und Selbstversorgung ermöglichen würde.

Stattdessen zwingen sowohl der IWF als auch die Weltbank,  die EU und solche Neo-Kolonialismus-Einrichtungen wie das deutsche „Entwicklungshilfe-Ministerium“ und die GIZ, die Gesellschaft zur Internationalen Zusammenarbeit Länder wie Kenia zur Boden-Kapialisierung, zum „Abbau von Investitionshemmnissen“, d.h.  auch Rücknahme letzter Reste antikolonialer Bodenreformen. Und KenianerINNEN, die sich gegen diese Neo-Kon-“Modernisierung”, gegen das Kaputtsparen und Privatisieren im Bildungs- und Gesungheitswesen wehren, wie die Lehrkräfte  und die Ärzte und das Pflegepersonal werden mit Gefängnis bestraft: http://www.labournet.de/category/internationales/kenia/

Wie schön man Neo-Kolonialismus schmücken kann, hat nicht erst Nina Hoss als „Die weiße Massai“ bewiesen.  Das ging schon in den 1950ern mit Professor Grzimek und seinem Sohn sehr gut , mit der Rettung der Serengeti vor den bösen „Massai-Wilderern“, denen rundum die Weidegründe geraubt wurden. Die zur Vergrößerung ihrer Herden auf überweideten Restflächen gezwungenen Massai gerieten nicht nur mit den europäischen Nationalparkfreunden in Konflikt. Sie konkurrierten jetzt zusätzlich mit den auf noch nicht kapitalisierten Böden Kleinlandwirtschaft-betreibenden  Stämmen. Ein wunderbarer Ansatz für das Teile und Herrsche neokolonialer „Entwicklungshelfer“.  Wohin da in Kenia entwickelt wurde, welche Seiten dazu gehör(t)en, beschreibt die Erste Allgemeine Verunsicherung in ihrem Lied im Klartext: https://www.youtube.com/watch?v=cEAnDgJe7ug

Sklavenhändler

Gerade wird in Kenias Nachbarland Tansania die Erbschaft des afrikanischen Weges zum Sozialismus Julius Nyereres durch diesen kapitalen Fleischwolf gedreht, und auch hier sind die Opfer des Landgrabbing Massai und Kleinbauern.

Dass „der deutsche Kolonialbeamte Walter von Saint Paul-Illaire (1860-1940) …die (Usambara-Veilchen_)Pflanzen in den ostafrikanischen Bergen» entdeckte und  so den Grundstain für einen beträchtlichen Zierpflanzenmarkt außerhalb Tansanias legte, ist nur eine  Rand-Petitesse. Wo die Entwicklung in Tansania hingeht beschreibt der britische  „Guardian“:

http://www.tansania-information.de/index.php?title=Landwirtschaftliche_Produkte_und_Rohstofflieferanten_-_06/2006

„Die Kaffee-Produktion in der Kilimanjaro-Region hat sich im Vergleich zu den letzten drei Jahren sehr verbessert, denn einige Investoren aus dem Ausland kauften Kaffee-Farmen, die in Regierungsbesitz waren. Sie werden jetzt mit moderner Technik bewirtschaftet. “Problematisch sind Trockenheit und Krankheiten”, sagte die Direktorin zweier Kaffeefarmen. “Unsere Studien zeigen, dass die Nachfrage nach Arabicakaffee groß ist, denn unser Produkt ist besser als das aus anderen Ländern, Brasilien z. B.” Den Kleinbauern rings um die Farm biete man Kurse an, damit sie Bescheid wüssten über moderne Landwirtschaft und Bekämpfung der Krankheiten. 150 Einwohner aus den Dörfern rings um die beiden Farmen finden auf diesen Arbeit. (Guardian 7.3.06) …

Es handelt sich hierbei um Dörfer in der noch wasserreichsten Region Tansanias mit traditionell kleinstrukturierter landwirtschaftlicher Lebensmittel-Produktion, die mit der Kaffee-Monokultur vernichtet wird.

Nachdem Nachkommen der wenigen den deutschen Völkermord an den Herero und Nama Überlebenden vor einigen Wochen an diesen schwarzen Holocaust erinnerten und Wiedergutmachung einforderten, nachdem vom großen schwarzen Holocaust an über 10 Millionen Kongolesen durch Leopold von Sachsen-Gotha in Leopoldville so gut wie nicht berichtet wird. Nachdem zwar jeder weiß, dass Professor Grzimek die Serengeti gegen böse schwarze (meist Massai-) Wilderer verteidigt hat, aber vom Abschlachten der über 126 000 Maji-Maji-(meist Massai-)Aufständischen in “Deutsch-Ostafrika” hier niemand redet und die Aushungerung und Vernichtung durch Krankheit (spanisches Fieber) von rund 300 000 afrikanischen “Kollateralschäden” nicht der Rede wert ist. Nachdem die Zwangsrekrutierung für den ersten Weltkrieg aus den Überresten der Deutsch-Ostafrikanischen Völker kaum eine Fußnote füllt …  geht das Rauben und Morden, die Vernichtung afrikanischer Ökonomien und Kulturen unter der fadenscheinigen Tarnung als “Friedensmissionen” im Rahmen der Merkel‘schen “Chefsache Afrika” im Windschatten des US-Africom mit seiner Stuttgarter Kommando-Zenrale munter weiter … in bestem neokolonialen Kräftemessen zwischen den europäischen Junior-Partnern der USA.  Wer meint, der deutsche Anteil am Abschlachten der afrikanischen Völker sei nicht so bedeutend gewesen, den muss Winston Churchill himself eines Besseren belehren. Der kabelte nämlich als Kriegsberichterstatter bei der Niederschlagung des Maji-Maji-Aufstandes voller Begeisterung nach London, man könne von den Deutschen gut lernen, wie man mit den eingeborenen Völkern umzugehen habe.

Aber da gab es die Concentration-Camps für die Aboriginals bei Alice Springs bereits schon einige Zeit, wo die australisch-britischen Kolonial-Behörden Typhus- und Cholera-infizierte Pferdedecken in einem humanitären Akt an die nachts fast erfrierenden Eingeborenen verteilten.

Abo-Hunting, die Jagd auf Aboriginals gehörte bis in die 1970er in Australien zur Palette weißen Volkssports. Dabei wurden gerne Eingeborenen-Kinder bis zum Hals eingegraben und dann Zielschießen auf die Kinderköpfe gemacht. Gezielte Ausrottung in Konzentrationslagern durch Alkohol und gesteuerte Cholera- & Typhus-Infektion waren die Regel. Kinderraub und “christliche” Umerziehung wurde ergänzt durch das Verbot der traditionellen Tänze der Aboriginals an ihren heiligen Plätzen, auf ihren Traumpfaden. In ihren Heiligtümern wurde und wird Uran abgebaut, hypermoderne Produktions- und (weiße) Wohnanlagen errichtet. Man stelle sich das Geschrei vor, wenn Oboriginals der Petersdom abreißen würden …

 

Unter unseren wohlwollenden Blicken oder unserem Wegschauen raubt das durch unsere Regierungen unterstützte israelische Raub- und Besatzungsregime palästinensisches Land, zerstört Wohngebiete, raubt Wasser und zerstört die palästinensische Landwirtschaft, mauert ganze Städte ein, errichtet in kaum noch steigerbarem Zynismus in Jerusalem auf dem zuerst plattgemachten ältesten muslimisch-palästinensischen Friedhof ein supermodernes “Museum der Toleranz” und bombardiert zum zigsten Male den GAZA-Streifen mit tausenden von Toten, zerstörter Infrastruktur …..

 

Diese Vorinfos für all jene KommentatorINNen, die meinen, das wäre alles nicht so und wenn, dann eben nicht so schlimm. Anlässlich des Jubels über 200 Jahre Australien hat ein Ex-Australier mit deutschem Migrationshintergrund und langjähriger Reiseleiter in Australien und dem Nahen Osten (Palästina/Israel/Jordanien) 1988 in der Neuen Hanauer Zeitung eine Australien-Artikelserie geschrieben unter dem Titel “40 000 Jahre Frieden – 200 Jahre Völkermord”

Nach 40000 Jahren Frieden – 200 bis 500 Jahre weißer Völkermord

Der Autor: Detlef Reinhard, Jg.1950, Ethnologe & Diplom-Geologe wanderte um 1960 von Bruchköbel nach Australien aus, kehrte 1970 zurück und bereist(e) seit 1980 jährlich mehrmonatlich Australien, den Nahen Osten, Balkan/Griechenland

Die Welt und der Rest – Klaus Hartmann bei Dr. Seltsam

Folgender Beitrag wurde übernommen von der Neuen Rheinischen Zeitung:

Antimarxistischer “Internationalismus” ist eine ebenso perverse Denke bzw. Begriffsentwendung wie das Kriegführen für den Frieden (auch als “Fucking for Virginity” bezeichnet). Die Altkriegslasten verdankt “die Welt” jüngst dem Duo Obama/Clinton. Der 45. Präsident der USA Donald Trump erhält keine Vorschußlorbeeren – im Gegenteil. Sein Milliardärskollege (Klaus Hartmann: der Philanthrop) George Soros, der eine Armada sozialer Akteure finanziert, so auch das „American Friends Service Committee“ AFSC, das zu Anti-Trump-Protesten, einer CHALLENGING TRUMPISM CONFERENCE – JAN. 22″ in Washington aufruft, basiert auf einer 100prozentigen Soros-Finanzierung (http://www.discoverthenetworks.org/viewSubCategory.asp?id=1237). Die in Deutschland aufrufenden Anti-Trump-Akteure berufen sich direkt auf Joseph Gerson, den “Director of AFSC’s Peace and Economic Security Program”. Im Gespräch mit Dr. Seltsam bleibt der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbandes Klaus Hartmann – wie gewohnt – nicht an der Oberfläche. Spannende Reality-Unterhaltung, (ausschnittweise) konzentriert auf die interatlantischen Beziehungen. Gewürzt mit einer Portion Satire!

„Alle gegen Trump“ – Klaus Hartmann im Interview

Übernommen von

https:/deutsch.rt.com/inland/45562-alle-gegen-trump-naive-linke/

Auch in Berlin rufen vermeintlich linke Organisationen zu Demonstrationen gegen die Amtseinführung des US-Präsidenten Donald Trump auf. Im RT-Interview erklärt der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbandes, Klaus Hartmann, wer dahinter die Fäden zieht.

Die Reaktionen des Establishments beiderseits des Atlantiks auf die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten reichen von Ratlosigkeit und Entsetzen bis zur offenen Kampfansage. Auch in Deutschland hat eine angebliche Friedenbewegung unter dem Namen „The Coalition“ zum Tag der Inauguration Trumps zu einer Großdemo gegen den neuen US-Präsidenten in Berlin gerufen. Der Protest soll unter dem Motto „Nein zum weltweiten Trumpismus“ gegen eine angebliche von Trump ausgehende Kriegsgefahr stattfinden.

Diese These erscheint Kritikern des Aufmarsches als durchaus zweifelhaft, da während des Wahlkampfs eher seine Gegenkandidatin Hillary Clinton für eine stärker auf Konfrontation setzende Politik eingetreten war. Über dies und mehr spricht RT Deutsch mit dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Freidenker-Verbandes Klaus Hartmann.

An Trump scheiden sich die Geister. Warum ist das so? Wie erklären Sie sich die massive Ablehnung, auf die Trump weiterhin in den USA, insbesondere auch beim dortigen Establishment trifft?

Schon im US-Wahlkampf zeigte sich eine beispiellose Konfrontation und Spaltung. Es war nicht anzunehmen, dass die Gräben nach der Wahl zugeschüttet und die Wunden über Nacht heilen würden. Es stellt sich die Frage nach den Ursachen der Konfrontation – und die dürfte darin liegen, dass diesmal tatsächlich zwei unterschiedliche Konzeptionen zu Wahl standen. Denn die letzten Präsidenten haben im Grunde genommen die gleiche Politik verfolgt: George Bush sen. (Republikaner), Bill Clinton (Demokrat), George W. Bush (Republikaner), Barack Obama (Demokrat).

Unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit standen sie alle für den so genannten Neoliberalismus mit „Freihandel“ und freiem Kapitalverkehr sowie dessen notfalls militärischer Durchsetzung. Ungehorsame Regierungen wurden weggeputscht oder weggebombt. Unter dem Mantel „humanitärer“ Interventionen wurde die völkerrechtswidrige Politik des „Regime Changes“ zu einem Hauptinstrument der internationalen Politik.

Zumindest seinen Ankündigungen zufolge will sich Trump von dieser Linie verabschieden: „Wir werden aufhören, zu versuchen, Regierungen zu stürzen“. Die Politik des „Interventionismus und des Chaos“ werde zu einem Ende kommen. Auch seine Losung, Amerika wieder groß und stark zu machen, markiert diese Wende. Er setzt auf Milliardeninvestitionen zum Wiederaufbau der zerrütteten Infrastruktur, auf die Schaffung neuer Industriearbeitsplätze und zu diesem Zweck auf protektionistische Maßnahmen wie Importzölle. Damit vertragen sich „Freihandel“ und freier Kapitalverkehr ebenso wenig wie die kostspieligen kriegerischen Mittel zur brachialen Durchsetzung der hegemonialen Strategie.

Welche Akteure sehen Sie hinter der Auseinandersetzung, und welche Folgen hat das für Trumps Präsidentschaft?

Wie beim Brexit stehen hinter beiden Konzepten die gegensätzlichen Interessen mächtiger Kapitalfraktionen, und das erklärt im Wesentlichen die Schärfe der Auseinandersetzung.

Der Militärisch-Industrielle Komplex, das global verflochtene Kapital, die Neocons und Ideologen des Neoliberalismus, die Regimechange-Fanatiker um Milliardär George Soros hatten alles auf eine Karte gesetzt: auf Hillary Clinton, als Garantin der Fortsetzung der bisherigen Politik. Deshalb sagten wir vorher: „Wer Hillary wählt, wählt den Krieg.“ Die Wahlkampfspenden für Clinton, allein über 25 Millionen Dollar von Soros, waren, wie die Banker sagen würden, eine „verlorene Investition“. Deshalb wollen sie retten, was zu retten ist – indem sie Trump unter Druck setzen.

Deshalb sollen Trump und sein Wahlergebnis delegitimiert werden. Zu diesem Zweck wird weiter eine anti-russische Massenhysterie geschürt. Man kolportiert eine völlig unbewiesene Verschwörungstheorie über russische Hacker, die – vom russischen Präsidenten persönlich angewiesen – Trump zum Sieg verholfen haben. Deshalb soll Trump nun auch von den Angehörigen der eigenen republikanischen Kongressmehrheit, angeführt vom Scharfmacher McCain, nach Möglichkeit „eingemauert“ und an die Leine gelegt werden. Deshalb tat Obama am Ende seiner Amtszeit auch nochmal alles, um die Konfrontation mit Russland weiter zu eskalieren: Die Sanktionen und Ausweisung von diplomatischem Personal ist noch vergleichsweise harmlos gegenüber dem militärischen Aufmarsch. Mehr als 4.000 Soldaten und über 230 Panzer wurden in den letzten Tagen, meist über deutschen Boden, zur „Abschreckung Russlands“ transportiert. Dies alles soll seinem Nachfolger ein Umschalten auf Entspannung so schwer wie möglich machen.

Trumps Wahlsieg hat die Mainstream-Medien auch in Deutschland kalt erwischt, und die Reaktionen der Bundesregierung, bei der EU und im NATO-Hauptquartier sind eher frostig. Was treibt diese um?

Im Grunde ist es die gleiche Sorge: dass von Konfrontation auf Entspannung umgeschaltet werden könnte. Sie teilen Obamas Propaganda-Paranoia vor Russland. Deshalb verfallen die Transatlantiker in der EU und in Berlin in Hysterie. Die Kriegsministerin von der Leyen war „schockiert“ – was man ihr glauben kann. Dem Trotz folgt der Größenwahn. Es war ein einmaliger Vorgang, dass Bundeskanzlerin Merkel dem gewählten US-Präsidenten die Zusammenarbeit nur „unter Bedingungen“ anbot – nämlich dass er zu den „westlichen Werten“ stehe. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte Trump vor „Alleingängen“.

Dass die NATO nach Trumps Worten obsolet sei, hat laut Außenminister Steinmeier nicht nur in Brüssel „für Verwunderung und Aufregung gesorgt“. Aber welcher Mensch bei klarem Verstand kann eine Organisation aus der Nachkriegszeit für zeitgemäß halten? Dabei ist Trumps Begründung, dass die NATO nichts gegen den Terrorismus getan habe, noch milde ausgedrückt. Sie hielt vielmehr dem IS-Terrorpaten Obama die Stange.

Der Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU), malt das Schreckgespenst einer „neuen Weltordnung unter Russlands Präsidenten Putin und dem neuen US-Präsidenten Trump“ an die Wand.

Jetzt auf einmal hat Europa laut Merkel „sein Schicksal selbst in der Hand“ – „Europa kann auch ohne die USA“, lautet die Botschaft. Bei Obamas Abschiedsbesuch in Berlin orakelten diverse Medien bereits über die Übergabe des Staffelstabes an die „neue Führerin der freien Welt“. Inzwischen haben die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini und Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn die EU zur Supermacht ausgerufen. Merkel fordert, Europa müsse seinen politischen und militärischen Aktionsradius erheblich ausweiten. Zum Ziel dieser Reise meinte der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger: Im Moment (!) sei eine Debatte über eine alternative nukleare Bewaffnung Deutschlands „ein politischer Fehler“ – „auch, weil wir damit den Kritikern in Europa wie in Moskau ein Argument liefern würden, dass die Zentralmacht Deutschland jetzt in Europa nicht nur finanzpolitisch dominieren will, sondern entgegen allen Verträgen eine Mitkontrolle über Nuklearwaffen anstrebt“.

Noch vor Trumps Amtseinführung wird zu Demonstrationen aufgerufen, in Washington wie in Berlin. Was sollen die bewirken und wer demonstriert?

Auch linke TTIP-Gegner wollen gegen Trump demonstrieren, obwohl der auch gegen TTIP ist. Wie geht das? Etwa weil Trump aus den falschen Gründen dagegen ist?

Gegen US-Präsidenten und -Regierungen kann man immer demonstrieren, da wird man auch gute Gründe finden. Allerdings ist zu fragen, ob zu den Demonstrationen auch aufgerufen worden wäre, wenn die Kriegsverbrecherin Clinton die Wahl für sich entschieden hätte. Mit den aktuellen Demonstrationen wird auf einer Anti-Trump-Welle gesurft, der die Medien und Politiker einen Resonanzboden bereitgestellt haben.

Sie dienen objektiv der Delegitimierungsstrategie gegen Trump, die den positivsten Teil seiner angekündigten Außenpolitik stören soll, nämlich die Spannungen zu Russland abzubauen. Sie tun alles, um Trump wieder auf Linie der NATO, also auf Kriegskurs zu bringen.
Auch wenn es Teilnehmer gibt, die mit ehrbaren Zielen an dieser Demo teilnehmen werden, so dienen sie doch objektiv der Ablenkung vom wahnwitzigen Kriegskurs des Mainstreams. Der Berliner Aufruf spricht von einem weltweiten Zeichen, das man setzen wolle. Egal, welches Transparent Einzelne hochhalten: Die Chefmilitaristen der NATO werden alle Demonstranten des Tages als Unterstützer ihres Konfrontationskurses werten.

Ich sehe Trump weder als verdammungswürdig noch als Heilsbringer, wir werden ihn an seinen Taten erkennen. Für ein Urteil ist es jetzt zu früh.

In Berlin ruft eine „Coalition“ – überwiegend trotzkistischer Provenienz – zum Protest auf, und sie bezieht sich auf Anti-Trump-Aktionen in Washington, dort veranstaltet von einem „American Friends Service Committee“. Dieses wiederum wird unmittelbar von Georg Soros und seinen Open Society Foundations finanziert, womit wir – anders als viele Demonstranten – den Auftraggeber kennen.

Das Freidenker-Projekt der USA hat dies in einer Montage zusammengefasst:

Milliardär und Globalisierer Soros als verborgene Hand hinter den Trump-Protesten entlarvt

Jetzt sind eher Demonstrationen nötig, um „gegen die Hinterlassenschaft von Obamas und Hillary Clintons erbarmungslosem Kriegsterrorismus zu mobilisieren, der den Tod von Millionen von Menschen und unermessliche Zerstörung hervorgerufen hat“, wie die Aachener Friedensinitiative schreibt. Demonstrationen sind notwendig, um Trump beim Wort zu nehmen, seinen Worten Taten folgen zu lassen.

In diesem Sinne hat das Bündnis „Raus aus der NATO – NATO raus!“, eine Allianz von 61 Gruppen und Organisationen der Friedensbewegung in Deutschland, im Januar 2017 aufgerufen:

• Seien wir wachsam gegen die manipulierten Proteste, die gegenwärtig von den bisher dominierenden Kräften des Krieges gegen den kommenden US-Präsidenten Donald Trump inszeniert werden.

• Lassen wir uns nicht ablenken vom Kampf gegen die kriegsbrandgefährlichen Hinterlassenschaften der scheidenden Obama-Administration.

• Engagieren wir uns verstärkt gegen die militärische Einkreisung Russlands und den jüngsten NATO-Panzeraufmarsch an seiner Westgrenze.

• Fordern wir noch nachdrücklicher die Beendigung der Sanktionen gegen Russland, die nur eins zum Ziel haben: die Verhinderung eines friedlichen, gleichberechtigten Miteinander der Völker des eurasischen Kontinents.

• Suchen wir noch engeren Kontakt mit den wachsenden Volkskräften, die den einseitigen Bruch ihrer Länder mit dem NATO-Kriegsbündnis wollen.

Herr Hartmann, vielen Dank für das Gespräch.

Die Zerstörung der Vernunft im gegenwärtigen Schulsystem

Referent: Dr. Gerhard Steinl (Frankfurt)
Thema: Die Zerstörung der Vernunft im gegenwärtigen Schulsystem

Am Samstag, den 04.02.2017, von 11:00-15:30 Uhr

Offenbach am Main, Volkshochschule, Berliner Str. 77

Kurs-Nr: G1408, Gebühr: 9,00 EUR und 7,00 EUR ermäßigt

Was ist im gegenwärtigen Schulsystem aus dem Vernunftanspruch des emanzipatorischen Bürgertums im ausgehenden 18. Jahrhundert geworden? Dazu soll die Schulgeschichte seit den preußischen Reformen bis heute genauer beleuchtet werden. Ausgehend von den Überlegungen Kants und dessen didaktischer Übersetzungen seitens der Brüder Snell (in Nassau) und Karl Jachmanns (im Conradinum zu Jenkau bei Danzig) wird die Entsorgung Kants über den Herbartianismus des 19. Jahrhunderts behandelt, ebenso die entsprechenden Schulreformen des deutschen Imperialismus, die Rücknahme der Weimarer Schulkonferenz von 1920 durch das NS-Regime, die Restauration in den 1950er Jahren und die überaus erfolgreichen Versuche der in beinahe allen Parteien wirkendenen Neokons, die in den 1970er Jahren erfolgten Schulreformen zurückzunehmen.

Anhand einiger exemplarischer Unterrichtseinheiten (namentlich der Fächer Ethik und Politische Wissenschaften) soll mit konkreten Beispielen die gegenwärtig stattfindende Zerstörung der Vernunft nachgewiesen werden. Dabei wollen wir uns nicht auf die Bilanzierung von Fehlern beschränken, sondern anhand der originär Marx’schen Ideologiekritik die Ursachen in den gesellschaftlichen Bedingungen reflektieren.

Überlegungen über die Forderungen zu einer fortschrittlichen Schulpolitik sollen die Veranstaltung abschließen.

Anmeldung erbeten:

VHS-Offenbach, Berliner Str. 77, Kurs G 1408

Monika Krotter-Hartmann, Schillstr. 7, 63067 Offenbach mkh@freidenker.de